Die Geschichte von Stadt (und Amt) Peine

Helga Brand

 

Vorwort

Die Geschichte von Stadt (und Amt) Peine läßt sich nur im direkten Zusammenhang mit der Geschichte des Hochstifts Hildesheim und des Herzogtums Braunschweig betrachten.

Dafür sprechen die geographische und politische Lage der Stadt - die Burg Peine war Grenzfestung des Hochstifts Hildesheim, lag aber an der Handelsstraße von Braunschweig nach Hannover. Das war der Grund des starken Interesses der Welfen an Stadt, Burg und Amt Peine - und immer wiederkehrender Anlaß für Fehden und andere Kämpfe.

Die Peiner Geschichte vor 1600 erschließt sich zudem fast ausschließlich aus Urkunden des Hochstifts Hildesheim und des Herzogtums Braunschweig, da bei Stadtbränden 1557 und 1592 auch das Rathaus mit Schriftstücken aller Art vernichtet wurde.

Aus der Peiner Geschichte werden deshalb - auch aus organisatorischen Gründen - nur die wichtigen Ereignisse dargestellt. Wissenschaftliche Ergebnisse von archäologischen Grabungen sind eingearbeitet.

 

Peine im 13. Jahrhundert

Stadtgründung und Stadtgründer Peines

Die Stadt Peine wurde vor 1220 von Gunzelin von Wolfenbüttel/Peine, der u.a. die Burgen Wolfenbüttel, Peine und später die Asseburg besaß, gegründet.

Gunzelin von Peine/Wolfenbüttel

Gunzelin, geboren um 1170, war der Sohn Ekberts von Wolfenbüttel, eines Zeitgenossen und Ministerialen Heinrich des Löwen. Im Juni 1198 wurde Gunzelin Reichstruchseß des Königs Otto IV. aus dem Haus Braunschweig-Lüneburg.

    Bis zur Ermordung Phillips von Schwaben am 21.06.1208 litt das Deutsche Reich unter den Nachfolgekämpfen nach dem Tod König Heinrichs VI. Beide wurden 1198 von verschiedenen Fürsten und Bischöfen an unterschiedlichen Orten zum König gewählt und jeweils von einem Teil des Adels anerkannt, keiner jedoch überall.

Um 1200 verstarb Ludolf der Jüngere von Peine, woraufhin Gunzelin auf dem Erbwege in den Besitz der östlichen Grafschaft Peine gelangte. Für das Jahr 1202 berichtet die Chronicon Hildesheimense über eine Fehde zwischen dem Bischof von Hildesheim und den Brüdern Ekbert und Gunzelin von Wolfenbüttel. Gunzelin siegte und ereichte die Belehnung mit Burg und Grafschaft Peine vom Bischof von Hildesheim. Durch den Tod seines Bruders Ekbert vereinigte er zudem den gesamten Familienbesitz in seiner Hand - darunter fielen u.a. die Burg Wolfenbüttel mit Zubehör als welfisches Lehen ,die Mark Denkte als Lehen vom Reichsstift Gandersheim sowie Vogtei und Kloster Heiningen mit Besitz.

1206 belagerte Gunzelin erfolglos die Burg Lichtenberg, nachdem Graf Hermann von Harzburg aus dem Hause Wohldenberg sie 1204 erobert hatte und von dort aus Streif- und Beutezüge in deren Vorland unternahm, auch in den Peiner Raum.

    Nach der Ermordung Phillips von Schwaben 1208 wurde Otto IV. als König allgemein anerkannt. Mit der Anerkennung war das Ende der Kämpfe um die Königswürde verbunden, und Gunzelin konnte sein Amt als Reichstruchseß ausüben. In dieser Funktion begleitete er Otto IV. auf den Königsumritt, den Hoftag zu Braunschweig 1209 sowie zur Kaiserkrönung nach Rom. 1212 beanspruchte Friedrich II., Sohn Heinrichs VI. und Enkel Friedrichs I. (Barbarossa) im November erfolgreich den Königstitel. Bei einem Angriff Friedrichs II. konnte Gunzelin das welfische Allod bewahren. Am 19.05.1218 starb Otto IV. auf der Harzburg und bestimmte Gunzelin zum Testamentsvollstrecker, weshalb dieser mit Friedrich II. in Verhandlungen trat. Als Folge der Verhandlungen gelangte Gunzelin in den Dienst des "neuen" Königs, wiederum als Reichstruchseß. Seit 1219 errichtete er auf dem Boden des Reichsstifts Gandersheim ohne Genehmigung die Asseburg. Die Äbtissin erwirkte einen Abrißbefehl des Papstes, den Gunzelin jedoch ignorierte.

Spätestens 1219 muß Gunzelin die Stadt Peine südlich der Burg angelegt haben. Die Stadt lag auf einer nordwestlich-südöstlichen Landzunge, die im Nordosten von der Fuhse berührt wurde und nur im Südosten nicht von Moor und Supf umgeben ist. Die Anlegung eines Stadtgrabens hatte den Nebeneffekt, daß der Grundwasserstand sich senkte und die Grundstücke trockengelegt und baureif wurden. Das hoch anstehende Grundwasser verhinderte die Anlage von Kellern. Die Stadt war durch drei Tore zugänglich. Südlich der Burg lag der Marktplatz, auf dem die Pfarrkirche mit Friedhof bis zum Stadtbrand von 1557 stand. Danach verlegte man die Jacobikirche an die Breite Straße (Richtung Steinbrück), wo heute noch der Bau vom Ende des letzten Jahrhunderts zu finden ist. Vom Marktplatz aus verliefen zwei Straßen in Richtung Südosten, die Breite Straße und die Echternstraße. Sie waren durch Querstraßen miteinander verbunden. Am Gröpern, außerhalb von Wall und Graben, vor dem Hohen Tor, lagen aus Sicherheitsgründen die Töpfereien. Die Wasserversorgung erfolgte aus auf den Parzellen liegenden Brunnen.

Die Stadtgründung erfolgte vor 1220. Für dieses Datum spricht, daß Gunzelin 1220 Friedrich II. nach Italien folgte, wo er zwei Jahre später Statthalter von Tuscien wurde. 1223/5 kehrte er in "deutsches" Gebiet zurück und wurde Berater von Heinrich (VII.), Sohn Friedrichs II., Mitkönig und Regent während der Abwesenheit des Kaisers.

1223 legte Bischof Konrad von Hildesheim (seit 1221 im Amt) neben der gerade erworbenen Burg Rosenthal eine Siedlung an, die als Gegenstadt zu Peine gedacht war. 1224 belagerte zunächst Gunzelin vergeblich Rosenthal, daraufhin Bischof Konrad von Hildesheim Peine.

    1227/8 erhoben sich Gunzelin von Peine, die Grafen von Wohldenberg, die Grafen von Schladen, die Edelleute von Meinersen und andere Adlige (Ministeriale !) des welfischen Gebiets und Umlands gegen Otto von Braunschweig-Lüneburg. Sie hatten sich schon 1218 gegen die ihnen zu mächtigen Welfen verbunden für verstärkten eigenen Einfluß. Bis 1235 war das bis dahin gute Verhältnis zwischen Gunzelin und den Welfen getrübt.

Von 1230 bis 1235 scheint Gunzelin in Peine gewesen zu sein. In dieser Zeit war Bischof Konrad von Hildesheim auf dem Stedinger-Kreuzzug beteiligt und damit außer Landes (1232). 1235 fand der Reichstag zu Mainz statt, wo u.a. Otto von Braunschweig zum Herzog von Braunschweig-Lüneburg erhoben wurde. Die Welfen waren damit wieder Reichsfürsten. Sie versuchten bei dieser Gelegenheit  vergeblich, hochstiftische Gebiete zu erhalten - der Anspruch blieb jedoch erhalten, was viele Fehden verursachte. Gunzelin söhnte sich mit Herzog Otto aus und huldigte ihm. Im Anschluß an den Reichstag entließ Friedrich II. Gunzelin aus seinem Dienst, woraufhin letzerer sich nach Peine zurückzog und dort seinen Wohnsitz nahm (1236). Ab 1237 sollen sogar freundschaftliche Beziehungen zwischen ihm und den Welfen bestanden haben.

    1237 setzte Friedrich II. seinen Sohn Heinrich (VII.) als Mitkönig und Regenten ab. 1246 wurde Heinrich Raspe wegen der langen kaiserlichen Abwesenheit zum Gegenkönig erhoben. Gunzelin war weiterhin auf des Kaisers Seite; durch seinen Einfluß verhielten sich die Welfen abwartend und schlossen sich Raspe nicht an. Raspe verstarb 1247 auf der Wartburg; neuer Gegenkönig wurde Graf Wilhelm von Holland. 1250 starb Kaiser Friedrich II., ihm folgte sein Sohn Konrad IV. auf den Thron, der sich nach Sizilien begab. Er starb schon 1254, König Wilhelm wurde im Anschluß daran fast allgemein anerkannt.

Peine kommt zum Hochstift Hildesheim

1252 heiratete Wilhelm von Holland Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg, die Tochter Herzog Ottos - die politische Entscheidung der Welfen für den Gegenkönig war damit deutlich. Gunzelin von Peine verweigerte Wilhelm die Huldigung, Herzog Otto verhinderte Zwangsmaßnahmen zu seinen (Ottos) Lebzeiten. Otto starb am 09.06.1252. Seinem Sohn, Herzog Albrecht von Braunschweig-Lüneburg, gelang es nicht, Gunzelin zur Huldigung zu bringen. 1253 berief König Wilhelm deshalb ein Fürstengericht ein wegen der nun anstehenden Entziehung der Lehen und der Verhängung der Reichsacht. Am 22.8. wurde Herzog Albrecht mit Burg und Grafschaft Peine belehnt.

Am 2.2. 1254/55 starb Gunzelin, etwa 80 Jahre alt, vor der Vollstreckung des Urteils und vererbte Burg und Grafschaft Peine an das Hochstift Hildesheim, wohl um sie den drei Söhnen Ekbert, Burkhard und Gunzelin als Lehen zu erhalten.

Die Söhne erkannten das Urteil, wie ihr Vater, nicht an, was zur Fehde von 1255/56 zwischen Herzog Albrecht von Braunschweig-Lüneburg und den Söhnen Gunzelins mit Bischof Heinrich von Hildesheim führte. 1256 wurde während der Fehde u.a. die Stadt Peine ohne Burg erobert. 1258 wird die Stadt erstmals urkundlich erwähnt, sie gehörte zu dem Zeitpunkt noch zur Hälfte den drei Söhnen Gunzelins - Grafschaft, Schloß und Stadt waren als hildesheimisches Lehen an die Brüder vergeben und durften nur innerhalb der Familie verkauft werden. Die andere Hälfte der Grafschaft verkauften sie an Graf Widukind von Poppenburg. 1260 verloren Gunzelin, Ekbert und Burchard von Peine das Lehen Peine endgültig an das Hochstift Hildesheim im Krieg zwischen Bischof Johann von Hildesheim und Herzog Albrecht von Braunschweig-Lüneburg. Der neue Bischof von Hildesheim, Nachfolger Bischof Johanns, Otto von Braunschweig-Lüneburg, Bruder des amtierenden Herzogs, löste die andere Hälfte der Grafschaft bei Graf Widukind von Poppenburg ein. Peine gehörte nun völlig zum Hochstift, war aber auch Marktort.

Bis etwa 1310 war Peine, v.a. im Gebiet der Grafschaft, noch des öfteren indirekt von Fehden der Braunschweiger Herzöge und des Hildesheimer Bischofs betroffen.

Peine im 14. Jahrhundert

    1310 brachen mit der Amtszeit Bischof Heinrichs von Hildesheim bis etwa 1331 ruhigere Zeiten für die Region an. 1331 starb sein Nachfolger Bischof Otto; dessen Nachfolger Bischof Heinrich, Sohn Herzog Albrechts (des Feisten) von Braunschweig wurde vom Domkapitel für den vakanten Bischofsstuhl favorisiert, der Papst war für Erich von Schauenburg.

    Im Frühling 1332 setzte die Fehde zwischen beiden Bischöfen ein. 1333 schlossen die Parteien einen zehnjährigen Waffenstillstand, der jedoch nur bis 1341 hielt - es kam bis 1345 zu neuen Kämpfen zwischen den Bischöfen. 1345 siegte Bischof Heinrich bei Steuerwald vernichtend über Bischof Erich. Auch die Stadt Hildesheim erkannte Bischof Heinrich an.

Erst mit dem allgemeinen Friedensschluß war die Fehde beendet und Bischof Heinrich allgemein anerkannt - als er 1362 starb, hinterließ er zehn pfandfreie Burgen, u.a. Peine.

Ende des 14. Jahrhunderts muß es Peine wirtschaftlich gut gegangen sein, denn 1378 lieh die Stadt an die Stadt Braunschweig Geld - Braunschweig war in diesen Jahren nicht in der Hanse.

Verpfändungen Peines

Stadt und Grafschaft Peine wurden aus Geldmangel im 14. - 17. Jahrhundert von den Bischöfen von Hildesheim häufig verpfändet. Diese Verpfändungen betrafen sowohl die Territorien als auch die Untertanen. Bischof Heinrich von Hildesheim gelang es offenbar von 1350 bis 1358 und wiederum 1362, die Burg Peine pfandfrei zu besitzen. Pfandbesitzer waren u.a. die von Saldern und von Oberg.

    Verpfändungen wirkten sich im allgemeinen nur geringfügig auf die Bürger in ihrem Alltagsleben aus. Sie bedeuteten im wesentlichen, daß Einnahmen aus der Kopfsteuer oder ähnlichen Steuern an den Pfandbesitzer gingen, nicht an den Bischof. Der Pfandbesitzer hatte die Verpflichtung, die Burganlagen verteidigungsfähig zu halten. Größere Ausgaben dafür bekam er bei Einlösung durch den Verpfänder zurück.

     

Peine im 15. Jahrhundert

Am 18.04.1406 erscheint Peine in Urkunden als letzter Verhandlungsort, in dem ein Bündnis zwischen dem Herzog von Braunschweig, dem Bischof von Hildesheim, beiden Bürgermeistern von Lüneburg sowie Vertretern der Städte Hannover und Uelzen beschlossen wurde. Das Bündnis zur Unterdrückung der Fehden zeigte leider keine Wirkung. Andere Verhandlungsorte neben Peine waren Sierße, Hornburg, Bettmar und der Bevelder Busch.

Das Jahr 1408 ging als Hungerjahr in die Chroniken ein.

    1424 starb Bischof Johann von Hildesheim. Sein Nachfolger, Bischof Magnus, mußte sich verpflichten, die verpfändeten Güter so schnell wie möglich auszulösen. Auch forderte er seine Untertanen auf, beim Landesaufbau bestmöglich zu helfen. Als Gegenleistung bewilligte er den kleinen Städten Mitverwaltung des Stifts. Er erhob zudem neue Steuern: eine Kopfsteuer für Bürger und eine Besteuerung für Rinder und Schweine.

1432 stellten die Herzöge von Braunschweig den Pfandbesitzern von Stadt und Amt Peine, von Saldern und von Veltheim, einen Sicherheitsbrief aus, in dem sie versprachen, das Land (= Ackerwerk und Vieh) im Amt Peine zu schonen. Als Folge davon ließ sich ein wirtschaftlicher Aufschwung bemerken.

Im Sommer 1444 berief Bischof Magnus von Hildesheim den Städtetag nach Peine ein. Als Konferenzort erschien Peine wiederum 1452, als nach dem Tod Bischof Magnus von Hildesheim Bernhard, Bruder des Herzogs Friedrich von Braunschweig, seine Nachfolge antrat. Eine der Besprechungen bezüglich der Nachfolge fand unter Teilnahme des Herzogs Friedrich von Braunschweig, den Bürgermeistern von Hildesheim Galle und Stein sowie den Rittern von Rössing und von Abbensen in Peine statt.

1471-1473 war Peine als Konferenzort von der Bischofsfehde betroffen. Nach dem Tod von Bischof Ernst 1471 kam es am 24.09. zur Neuwahl von zwei Kandidaten: Die Stadt Hildesheim favorisierte Henning von Liebenburg, Domdechant in Hildesheim, das Domkapitel Landgraf Hermann von Hessen, Domdechant in Köln. Bei der dadurch ausgelösten Fehde trat die Stadt Peine für den Kandidaten des Domkapitels, Henning von Liebenburg, ein; Domprobst Ekkehard von Wenden, Hauptwidersacher der Stadt Hildesheim, setzte sich in Peine fest.

    Bischof Henning wurde jedoch vom Papst anerkannt und in Hildesheim geweiht. Nach weiteren Kämpfen kam es 1471 zum Waffenstillstand zwischen Bischof Hermann, dem Kandidaten des Domkapitels und der Stadt Hildesheim. Hermann kehrte nach Hessen zurück und trat sein Anrecht auf den Bischofsstuhl an Herzog Balthasar von Mecklenburg ab, der neuer Kandidat des Domkapitels wurde.

Im Oktober 1472 besuchten die Brüder Balthasar und Magnus von Mecklenburg Peine, wo sie der Domprobst von Wenden mit allen Ehren empfing.

    Sie zogen weiter gegen Hildesheim in Richtung der immer noch besetzten Burg Steuerwald, dem eigentlichen Sitz des Bischofs. 1473 gab Balthasar den Widerstand auf, im Juli wurde in Salzdetfurth der Waffenstillstand geschlossen. Im November unterwarf sich auch Domprobst Ekkehard von Wenden.

Am 17. 06. 1473/4 hatte Bischof Henning die Huldigung der Peiner Bürgerschaft entgegen genommen. Die Jahre 1473/74 gingen wegen ununterbrochener Dürre vom 20.05. bis 08.09.1473 und des darauffolgenden kalten Winters als Hungerjahre in die Chroniken ein.

    1474 blieben die Kornpreise hoch. Die Ernährung bestand zu der Zeit hauptsächlich aus Getreide und Getreideprodukten wie Brot und Brei; Leguminosen (Hülsenfrüchte), Gemüse wie Mohrrüben, Pastinak, Kohl, Feldsalat u.ä.; Fleisch und Milchprodukten. Kartoffeln wurden erst im 17. Jahrhundert aus Südamerika eingeführt; ihre allgemeine Verbreitung setzte sich in Deutschland erst in der Mitte durch. Getränke waren (Dünn-) Bier, Wein, Wasser und Milch.

    Durch die Kornverknappung stiegen die Preise, so daß ärmere Bevölkerungsschichten sich den Zukauf von Lebensmitteln nicht leisten konnten. Hohe Kornpreise entstanden leicht nach Mißernten, die entweder klimatisch oder kriegsbedingt waren. Diese Mißernten verursachten oft regionale Hungersnöte.

    Man muß dabei berücksichtigen, daß die Transportmittel sehr beschränkt waren und auch die Erträge erheblich geringer waren als heutzutage. Man konnte nicht auf künstliche Düngung zurückgreifen, sondern bearbeitete die Äcker im wesentlichen mit Hilfe der Dreifelderwirtschaft. Regionale Hungersnöte dauerten in der Regel mindestens zwei bis drei Jahre; weil auch das Saatgut oft aufgebraucht wurde.

1481 bewilligte das Domkapitel von Hildesheim dem neuen Bischof Berthold die Erhebung einer Biersteuer. Die Städte Peine und Alfeld fügten sich nach anfänglichem Widerstand. Der Stadt Hildesheim gelang es 1483, sich mit einer einmaligen Zahlung von der Biersteuer freizukaufen.

Im gleichen Jahr begann deshalb eine neue Fehde. 1485 fielen hildesheimische Soldaten in Peiner und Braunschweiger Gebiet ein. Möglicherweise wurde dabei das Dorf Alrem bei Dungelbeck eingeäschert - es wurde 1470 das letzte Mal genannt.

Der Rat der Stadt Peine ergriff für Bischof Berthold Partei. Am 02.05. bat jener die Stadt Hildesheim um Hilfe auf deren Kosten, für eventuelle Schäden komme er auf. Die Stadt Peine kam der Bitte nach und schickte Soldaten nach Hohenhameln, wo sie etwas später von Hildesheimer Soldaten gefangen genommen und bis drei Tage vor Pfingsten verwahrt wurden. Die Kämpfe kamen zum Ende. Am 10.08. zogen die Bundesstädte Braunschweig, Goslar, Göttingen, Einbeck, Northeim, Helmstedt und Hannover in Hildesheimer Gebiet ein und belagerten zunächst die Stadt - am 21. 09. brachen sie die Belagerung ab. Ende Dezember 1486 wurde zu Steuerwald Frieden geschlossen.

1492 bis 1494 kam es zur Fehde zwischen der Stadt Braunschweig und dem Herzog von Braunschweig. Der Herzog versuchte, die Stadt einzunehmen. Die Stadt Hildesheim ergriff dabei für die Stadt Braunschweig Partei. Peine war diesmal betroffen, weil hier im Februar 1492/93 Hildesheimer Truppen durchzogen, Proviant mitnahmen und sich mit braunschweigischen Truppen trafen. Am 04.06.1494 kam es zum Friedensvertrag, wobei die Stadt Braunschweig nach Zahlung einer Geldsumme weiterhin unabhängig blieb.

 

Peine im 16. Jahrhundert

    1502 verstarb Bischof Berthold von Hildesheim. Ihm folgte nach Querelen 1503 Johann von Lauenburg auf den Bischofsstuhl. Bischof Johann lebte sehr sparsam und tilgte Schulden des Domkapitels, was 1519 ein Anlaß der Stiftsfehde war.

    Am 28.01.1506 erhielt der Bischof von der Ständeversammlung die Einwilligung zur Erhebung der Landbede, einer Steuer.

Am 16.03. 1510 brannte die Stadt Peine ab. Die Peiner Vorburg wird in diesem Zusammenhang zum ersten Mal erwähnt.

Die Stiftsfehde 1519-1523

Bischof Johann erregte 1513 den Zorn der Ritterschaft, als er vor der Burg Steuerwald einen Krug für die Ritter bauen ließ, in dem sie für ihre Getränke aufzukommen hatten. Auch mußte Hans von Saldern, Pfandinhaber, das feste Haus Lutter am Barenberg widerstrebend räumen. Im Anschluß an diese Räumung versorgte der Bischof die Burgen Steuerwald und Peine vorsorglich mit Lebensmitteln und Munition.

    Heinrich von Saldern, Vater der Brüder von Saldern, hatte 1509 noch einen Vertrag mit Bischof Johann abgeschlossen mit der Zusage, daß die Pfandschaft derer von Saldern über Burg und Amt Lauenstein/Ith nicht zu Heinrich von Salderns Lebzeiten gekündigt werde - nach seinem Tod sollte die Pfandschaft ausschließlich in bischöfliche Verwaltung übergehen.

    1515 kündigte Johann von Hildesheim jedoch den drei Söhnen Heinrichs von Saldern Burg und Amt Lauenstein/Ith. Die Brüder verweigerten deren Aufgabe wegen des oben genannten Vertrags. Zudem verlangten sie vom Bischof 3000 Gulden, die sie in Verteidigungsanlagen investiert hatten. Der Bischof wiederum verweigerte die Zahlung der Auslagen. Es folgten diverse Verhandlungen, die am 15.03.1518 schließlich einen Schiedsspruch der Landstände ergaben: Bischof Johann sollte denen von Saldern die Baukosten erstatten, die von Saldern aber sollten bis Ostern Burg und Amt Lauenstein räumen.

    Im Sommer 1518 sagte Burchard von Saldern Bischof Johann von Hildesheim die Fehde an. Es kam in jenem Jahr zu diversen Kämpfen, die sich schließlich zum überregionalen Politikum ausweiteten, als sich Bischof Johann von Hildesheim mit Herzog Heinrich dem Mittleren von Lüneburg-Celle, den Grafen von Hoya, Schaumburg, Diepholz und Lippe sowie König Franz I. von Frankreich (finanzielle Unterstützung) gegen die von Saldern, von Steinberg, Herzog Erich von Calenberg und Bischof Franz von Minden (Bruder des Herzogs von Calenberg) verbündete.

    Im Januar 1519, nach dem Tod Kaiser Maximilians, schlossen Bischof Johann von Hildesheim und Herzog Heinrich von Lüneburg-Celle ein förmliches Bündnis gegen Bischof Franz von Minden und Herzog Erich von Calenberg.

Am Palmsonntag 1519 sammelten sich Truppen der hildesheimisch-lüneburgischen Partei in Peine und zogen gegen das Bistum Minden in dessen Gebiet.

    Am 01.05. war das Bistum Minden erobert und weitgehend zerstört und Bischof Franz zu seinem Bruder Herzog Heinrich dem Jüngeren nach Wolfenbüttel geflohen. Die nächsten Kämpfe fanden gegen Herzog Erich von Calenberg in dessen Territorium statt. Burg Calenberg und die Stadt Neustadt am Rübenberge konnten sich halten. Mit Unterstützung von Landgraf Phillip von Hessen und Herzog Erichs Schwager, Herzog Georg von Sachsen, fielen calenbergische Truppen in das südliche Stiftsgebiet ein.

Am 1. Juni griff Herzog Heinrich von Lüneburg-Celle ein, indem er bei Bleckenstedt sein Feldlager bezog und von dort aus Hildesheimer Ämter, u.a. Peine, mit Plünderung und Brand heimsuchte.

Am 4. Juni 1519 brannte der Südteil der Stadt Peine nach dem dritten Angriff auf Stadt und Burg ab. Die Burg konnte gehalten werden. Am 6. Juni trafen Truppen des Bischofs von Hildesheim zur Hilfe ein, die den Rest der Stadt in Brand setzten, um den Angreifern die Eroberung zu erschweren.

    Nach weiteren Schlachten im lüneburgisch-celleschen Gebiet fand am 28.06. die Schlacht bei Soltau statt, bei der Herzog Heinrich der Mittlere und Bischof Johann von Hildesheim über Herzog Erich von Calenberg und Verbündete mit geringen eigenen Verlusten siegten. Die Herzöge Erich von Calenberg und Wilhelm von Wolfenbüttel gerieten in Gefangenschaft.

Am 1. Juli, nach der Schlacht bei Soltau, trafen Abgesandte der deutschen Kurfürsten ein, um zu schlichten. Die Beute wurde in Celle geteilt, das Heer lagerte vom 9.-14.07.1519 in Peine. Am 12. Juli 1519 wurde mit den kurfürstlichen Gesandten zu Peine folgender Rezeß geschlossen: In den nächsten 5 Monaten sollte ein Waffenstillstand eingehalten werden, um einem Schiedsgericht Zeit für ein Urteil zu geben. Die Herzöge von Calenberg und Wolfenbüttel sollten gegen ein Lösegeld von 80000 Gulden aus der Haft entlassen werden. Die Calenbergischen Städte Göttingen, Hannover, Northeim und Hameln bürgten für ihren Herzog - Herzog Wilhelm und sein jüngerer Bruder Heinrich der Jüngere von Wolfenbüttel blieben mangels Bürgen in Haft.

    Inzwischen war Karl V. zum deutschen Kaiser gewählt worden. Er war der Kandidat der Herzöge von Calenberg und Wolfenbüttel für den Kaiserthron gewesen, König Franz I. von Frankreich Kandidat von Bischof Johann von Hildesheim und Herzog Heinrich des Mittleren von Lüneburg-Celle. Herzog Heinrich der Jüngere begab sich mit der Herzogin von Calenberg zu Kaiser Karl V. Sie konnten ihn offenbar überzeugen, daß die Stiftsfehde ein französisches Unternehmen war. Im August trafen deshalb kaiserliche Kommissare in Niedersachsen ein, die sich ebenfalls davon überzeugten. Am 12. November wurde bei Verhandlungen in Groß Lafferde, unter Teilnahme von Gesandten der Kurfürsten von Sachsen, Mainz und Brandenburg, ein einjähriger Waffenstillstand beschlossen.

    Die Verhandlungen gingen 1520 weiter. Am 20. August befahl Kaiser Karl V. Bischof Johann von Hildesheim und Verbündeten, alle Gefangenen in kaiserliche Hand zu übergeben und sich auf dem nächsten Reichstag der Fehde wegen zu verantworten.

1520 und 1521 hielt sich Johann von Hildesheim viel in Peine auf, weil in Burg Steuerwald, seinem eigentlichen Sitz, Gefangene inhaftiert waren. Diese Anwesenheit des Bischofs führte im Herbst 1521 schließlich zur zweiten Belagerung Peines während der Stiftsfehde.

    Im Januar 1521 trat Herzog Heinrich der Mittlere von Lüneburg-Celle zugunsten seiner Söhne zurück. Auf dem Reichstag zu Worms im Frühling 1521 klagten die Braunschweiger Herzöge erfolgreich gegen Bischof Johann von Hildesheim und dessen Verbündete. Am 27.05. entschieden kaiserliche Kommissare die Angelegenheit mit einem Dekret: Die Reichsacht drohte den Beklagten, falls sie die eroberten Gebiete nicht in kaiserliche Hand übergaben, die Gefangenen entließen und auf Schatzforderungen verzichteten. In Hildesheim trafen kaiserliche Kommissare ein, um die Ausführung des Dekrets zu überwachen.

    Bischof Johann verweigerte jedoch diese Befehlsausführung, woraufhin die Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel sich nach Genf zum Kaiser begaben. Karl V. verhängte am 24.07.1521 die zuvor angedrohte Acht und Aberacht über Bischof Johann und dessen Verbündete. Vollstrecker waren die Herzöge Heinrich der Jüngere und Erich von Calenberg mit Hilfstruppen des Landgrafen von Hessen sowie der Städte Braunschweig, Göttingen und Northeim.

    Am 25. August sandten sie einen Fehdebrief an Bischof Johann, der jetzt politisch isoliert war. Sein einziger verbliebener Bundesgenosse war die Stadt Hildesheim. Auf Burg Hunsrück bei Einbeck und Burg Steinbrück leisteten seine Truppen vergeblichen Widerstand.

Burg Peine war Johanns Hauptfeste, die er mit 800 Landsknechten verstärkte. Diese Truppen führten auch Ausfälle in die benachbarten braunschweigischen Ämter Eich und Vechelde aus, wobei sie das Vorwerk der Burg und den Flecken Vechelde abbrannten. Als braunschweigische Hilfstruppen eintrafen, hatten sie sich zurückgezogen.

Im September zogen die welfischen Herzöge mit dem Heer der Stadt Braunschweig gegen Burg Peine und richteten sich auf eine längere Belagerung ein. Wiederum brannten die Belagerten Marstall und Vorburg ab, um das Herankommen der Feinde an Graben und Wall zu verhindern. Die Belagerer zerstörten den Turm mit dem Versuch, ihn in den Burggraben fallen zu lassen. Der Versuch mißlang, die Burgbesatzung ließ den Turm in den Burghof fallen. Daraufhin legten die Braunschweiger den Burggraben trocken und verfüllten ihn mit Wasen und Stroh. Am 14.10. griffen die Braunschweiger dreimal vergeblich die Burg an. Hildesheimer Truppen brannten zur Peiner Entlastung das braunschweigische Amt Lichtenberg nieder. Am 01.11. zogen die Herzöge wegen des nassen, kalten Wetters ab. Prior Borchard von St. Godehard berichtete am 19.11.1521 von der zweiten Belagerung der Burg Peine, bei der u.a. das vom Bischof bezogene Haus beschädigt wurde.

Am 3. Dezember 1521 gingen Burg und Amt Peine an Fritz von Oberg und dessen Erben für 3000 Gulden auf Wiederverkauf.

Ostern 1522 sandten Peiner Landsknechte eine Abordnung zum Rat der Stadt Hildesheim: sie drohten mit der Übergabe der Burg an die Herzöge von Braunschweig, falls die fälligen Löhne nicht gezahlt würden. Der Rat zahlte und erneuerte Burg und Burgausrüstung. Als letzter Bundesgenosse Bischof Johanns setzte die Stadt Hildesheim den Kampf fort - bis Juni verlagerten sich die Kämpfe in die Leinegegend bei Gronau und Alfeld.

Während der Belagerung Hildesheims durch die Herzöge von Braunschweig wurde Peine vorsorglich mit Waffen und Proviant versorgt. Nachdem diese Belagerung, die auch nach Verhandlungen fortgesetzt wurde, beendet war, erfolgte am 13.07.1522 der dritte Angriff auf Burg Peine von Seiten der Braunschweiger Herzöge. Wie vorher leiteten sie das Wasser aus dem Burggraben ab und legten ihn trocken. Am 15.08. traf Verstärkung für die Belagerer ein. Am 23.08. verweigerten die Bürger der Stadt den Sturm auf Burg Peine mit der Begründung, sie seien nur zum Schutz des Lagers dort. Der Sturm ohne die Bürger konnte abgewehrt werden. Nachdem Hilfe für die Peiner aus Hildesheim eintraf, wurde zwei Tage später die Belagerung aufgegeben.

    Im November fanden nach weiteren Kämpfen im Calenbergischen und am westlichen Harzrand schließlich Verhandlungen ohne den geächteten Bischof Johann von Hildesheim statt. Am 24.11. kam in Garmissen ein Waffenstillstand zustande. Anfang Dezember schalteten sich die Städte Goslar, Magdeburg und Einbeck auf einer Tagung in Goslar ein. Ihre reellen - abgelehnten - Vorschläge hätten territoriale Einbußen für das Hochstift Hildesheim bedeutet.

    Domstift und Stadt Hildesheim wandten sich im Januar 1523 an die kaiserliche Regierung in Nürnberg - es gelang ihnen nicht, die Angelegenheit vor den Reichstag zu bringen. Allerdings sollten Kardinal Albrecht Erzbischof von Mainz, Herzog Georg von Sachsen (beide pro Welfen) sowie die Städte Magdeburg, Goslar und Einbeck auf einer Tagfahrt in Quedlinburg mit einem Vergleich die Stiftsfehde beenden. Bischof Johann schaltete im Januar - vergeblich - den Papst zwecks Einstellung der Verhandlungen ein.

Anfang Mai tagte das Schiedsgericht in Quedlinburg, wiederum ohne den geächteten Bischof Johann. Der Rezeß vom 13.05. besagte Folgendes: Dem Hochstift Hildesheim blieben die Ämter Peine, Steuerwald und Marienburg - das neue Territorium wurde im Gegensatz zum vormals "Großen Stift" "Kleines Stift" genannt.

Die Stadt Hildesheim behielt ihre Privilegien, mußte aber Herzog Erich von Calenberg huldigen. Am 20.10. bestätigte Kaiser Karl V. den Rezeß von Quedlinburg.

    Bischof Johann von Hildesheim fand Asyl bei Kurfürst Joachim von Brandenburg und hoffte vergeblich auf seine Wiedereinsetzung. Im Sommer 1527 trat er zurück und ging, von der Acht befreit, als Domherr nach Ratzeburg bestimmt, wo er 1547 starb. Die eroberten Gebiete des Hochstifts teilten die Welfen untereinander auf: Herzog Erich von Calenberg erhielt die an sein Herzogtum grenzenden Gebiete, Herzog Heinrich der Jüngere den südlichen und östlichen Teil. 1530 wurden sie von Kaiser Karl V. mit diesen Gebieten und Burgen belehnt.

Umstritten blieben zunächst die Besitzverhältnisse von Peine aufgrund der Pfandschaft Fritz von Obergs (Vertrag vom 03.12.1521), bevor 1522 Peine an die Stadt Hildesheim ging gegen jenen Vertrag. Am 27.06.1526 kam ein Vergleich zwischen Fritz von Oberg und der Stadt Hildesheim vor Herzog Erich von Calenberg zustande mit dem Ergebnis, daß die Stadt Hildesheim an von Oberg zahlen mußte. Die Stadt zahlte nur die erste Rate fristgerecht.

Die Belagerung der Burg Peine 1522 ist auf der Peiner Hochzeitsschüssel von 1534 dargestellt/zu sehen.

Peine in der Reformation

von Heinrich Winkelmann

Luther schlug 1517 die Thesen an oder verschickte sie. Bis zur Ausbreitung seiner Lehre und zum Bekenntnis der Landesherren sollte es noch dauern.

1519 - 1523 Zerwürfnisse zwischen Stiftsadel und Bischof von Hildesheim führen zur großen Stiftsfehde. Dabei verliert Bischof Johann IV. (1503 - 1527) den größten Teil seines Territoriums an die benachbarten Herzöge von Calenberg und Braunschweig -Wolfenbüttel.

27. 6. 1526 Stadt und Amt Peine gehen für 12000 Goldgulden in den alleinigen Pfandbesitz der Stadt Hildesheim über. Als Pfandinhaberin bestimmt sie auch über die Religionszugehörigkeit.

15. 4. 1527 Auf dem Landtag zu Scharnebeck beschließen Herzog Ernst von Braunschweig - Lüneburg und die Stände seines Herzogtums, das lutherische Bekenntnis anzunehmen. In dem damals zum lüneburgischen Herzogtum gehörenden Nordteil des heutigen Landkreises Peine wird die Reformation eingeführt.

1528 In der Stadt Braunschweig wird unter Anleitung des Lutherfreundes Johannes Bugenhagen (1485 - 1558) die Reformation durchgeführt. Im gleichen Jahr beschließt auch die Bürgerschaft von Goslar, die lutherische Lehre einzuführen. Vier Jahre später bekennt sich auch die Stadt Hannover zur Reformation.

1530  Kaiser Karl V. belehnt die Herzöge von Calenberg und Braunschweig - Wolfenbüttel mit den von ihnen eroberten ehemaligen Gebieten des Bistums Hildesheim.

1532 Auf Drängen des streng am katholischen Glauben festhaltenden Bürgermeisters von Hildesheim, Hans Wildefüer    (um 1480 - 1541), werden 72 Anhänger der lutherischen Lehre aus der Stadt gewiesen. Andere kommen ins Gefängnis.

1537  Valentin von Teteleben (1537 - 1551) wird zum Bischof von Hildesheim gewählt. Er hat zwar die Oberherrschaft im Stift, ist hier aber machtlos, weil seit dem Ende der großen Stiftsfehde die noch zu Hildesheim gehörenden Ämter Steuerwald und Peine verpfändet sind.

12. 2. 1540  Der Rat der Stadt Peine versichert auf Nachfrage der Stadt Hildesheim, daß Peine am katholischen Glauben festhalte und nicht dem „lutherischen Handel“ nachgeben werde.

28. 12. 1541  Hans Wildefüer, Bürgermeister und Anführer der katholischen Partei in der Stadt Hildesheim, stirbt. Die Anhänger der lutherischen Lehre gewinnen innerhalb der Stadt das Übergewicht.

27.8. 1542 Rat und Bürgerschaft von Hildesheim bekennen sich zur lutherischen Lehre. Drei Tage später hält Bugenhagen in der Stadtkirche St. Andreas den ersten lutherischen Gottesdienst ab. Als Pfandinhaber sorgt die Stadt Hildesheim für die Durchführung der Reformation in Stadt und Amt Peine. Die Priester aus den Ortschaften Clauen, Hohenhameln, Sossmar, Schmedenstedt, Lengede und Rosenthal führen ihr Priesteramt im Sinne der Reformation weiter. Der schon vor 1542 lutherisch predigende Pastor von Groß Lafferde, Johann Heidemann, wird aus dem Gefängnis in Peine entlassen. Andere Priester, die der katholischen Lehre treu bleiben wollen, wandern ab oder werden vertrieben. In Peine wird Johann Ringe erster lutherischer Pastor.

1542 - 1547  Der katholisch gebliebene Herzog Heinrich der Jüngere wird von protestantischen Fürsten aus seinem Herzogtum vertrieben. Nach seiner Wiedereinsetzung durch Karl V. versucht er mit unterschiedlichem Erfolg, sein Land zum katholischen Glauben zurückzuführen.

3. 10. 1551  Das hildesheimische Domkapitel wählt den jungen, dem lutherischen Bekenntnis zuneigenden Prinzen Friedrich von Holstein (1551 - 1556) zum neuen Bischof. Für 10000 Gulden löst der neugewählte Bischof das Amt Peine von der Stadt Hildesheim aus.

9. 7. 1553  Kurfürst Moritz von Sachsen (1521 - 1553) und Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig besiegen den mit der Stadt Braunschweig verbündeten Markgrafen Albrecht Alcibiades von Brandenburg - Kulmbach bei Sievershausen. Mehr als 300 Adelige, unter anderem Kurfürst Moritz und die beiden sich zum Katholizismus bekennenden Söhne des Braunschweiger Herzogs fallen. Nach einer weiteren Schlacht bei Steterburg schließen der Herzog und die Stadt Braunschweig Frieden.

16. 9. 1554  Bischof Friedrich zieht in Hildesheim ein. Vier Tage später läßt er sich in Peine vom Rat und der Bürgerschaft huldigen. Während seiner kurzen Amtszeit, in der er ein fröhliches, wenig kirchliches Leben führt, hält er sich vorwiegend in Peine auf. Er fördert entscheidend die Durchführung der Reformation im Fürstbistum. Unmittelbar vor seinem Tode gibt er die an ihn verpfändeten Ämter Steuerwald und Peine an seinen Bruder, den lutherischen Herzog Adolf von Holstein weiter.

15. 5. 1557  In Peine kommt es zu einem verheerenden Stadtbrand. Sowohl das Rathaus als auch die auf dem heutigen Marktplatz stehende Stadtkirche St. Jacobi brennen nieder. Die nur wenige Jahre später an der heutigen Stelle errichtete Jacobikirche ist der erste lutherische Neubau in dieser Region. - Herzog Adolf bestätigt der Stadt Peine ihre Privilegien. Sein in Peine tätiger Drost Daniel von Rantzau (1529 - 1569) erhält den Auftrag, für die bisher wildgewachsene evangelische Kirche im Amte eine Kirchen -organisation aufzubauen. Dafür holt er 1560 den Superintendenten der Stadt Braunschweig, Dr. Joachim Mörlin, einen Schüler Martin Luthers, nach Peine. Erster Superintendent im Amt Peine wird der von Philipp Melanchthon zum Priester ordinierte Broitzemer Pastor Eilhard Segebode.

11. 6. 1568  Herzog Heinrich der Jüngere, der letzte weltliche katho- lische Fürst in Norddeutschland, stirbt. Sein Sohn und Nachfolger Julius bekennt sich zum Luthertum und führt im Herzogtum Braunschweig - Wolfenbüttel endgültig die Reformation ein.

24. 7. 1600  Religionsrevers (= Erklärung) des Bischofs Ernst von Hildesheim für das Amt Peine. Er garantiert darin den Bewohnern des Amtes, daß sie auch nach Einlösung des Pfandes durch den Bischof frei ihrem lutherischen Glauben nachgehen können.

1. 4. 1603  Die Bevölkerung leistet dem Bischof nach der Einlösung des Amtes Peine den Treueeid.

 

Peine im 17. Jahrhundert

Am 1. April 1603 gelangte das Amt Peine als Pfand wieder in den Besitz des Bischofs von Hildesheim - die Bevölkerung von Peine huldigte ihm, darunter waren allerdings nur wenige Adlige.

Am 27.04.1604 ordnete die Stiftsregierung in Hildesheim Sparmaßnahmen in Peine an: der amtierende Amtmann zu Peine, Albrecht von Hoya, sollte den Gottesdienst auf dem Haus Peine einstellen wegen der durch Einlösung der Pfandschaft entstandenen Kosten. Amtmann von Hoya ließ den Gottesdienst auch am 2. Sonntag nach Trinitatis zu. Am 3. Sonntag nach Trinitatis wurde dem Kaplan kein Einlaß mehr gewährt, was eine Kundgebung vieler Peiner Bürger zur Folge hatte. Ein Regierungsschreiben aus Hildesheim vom 15.07. an den Amtmann enthielt die Mahnung, den Befehl auszuführen. Der Rat der Stadt Peine entschädigte den Kaplan großzügig für den verloren gegangenen Zehnten für den Burggottesdienst mit der Summe von 100 Gulden jährlich - mehr als der entsprechende Zehnt betrug.

Am 31.03.1604 war auf einer Sitzung des sogenannten "Geistlichen Ministeriums" des Amtes Peine ein Regierungsschreiben verlesen worden. Die Prediger sollten einen sieben Artikel enthaltenden Revers unterschreiben. Dieser Revers enthielt u.a. die Anweisung, die damals üblichen Angriffe gegen die katholische Religion zu verbieten und auch die öffentlichen Bekanntmachungen von Fehltritten der Gemeindeglieder, das sog. "Strafamt", einzuschränken. Der siebente Artikel enthielt die Einwilligung der Unterzeichnenden, sich vom Rat absetzen zu lassen bei Nichteinhaltung der vorangegegangenen sechs Artikel.

Dieser Revers führte zu einem scharfen Briefwechsel zwischen den Peiner Predigern und der Stiftsregierung, bis letztere am 05.03. 1605 schriftlich die Vollziehung des Revers einforderten. Nach dem Antwortschreiben der Peiner protestantischen Geistlichen vom 06.04.1605 gab die Stiftsregierung auf.

1606 ließ Bischof Ernst von Hildesheim in der Burg Peine eine mit einem Kaplan besetzte katholische Kapelle mit Friedhof für seine katholischen Bediensteten einrichten, die Vikarie "Zu den heiligen Engeln". Am 16. Oktober 1610 versuchte Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel vergeblich, in die Stadt Braunschweig einzudringen. Seine weiteren Versuche endeten in einer Belagerung der Stadt Braunschweig. In Peine fürchtete der Rat, das Amt Peine könne von der Fehde betroffen werden, und bat am 17.10. um schnelle Ankunft des Drosten Hermann Kettler, der sich seit Mitte Juni im Amt befand. Wenig später zogen welfische Truppen aus Hannover durch Peine nach Braunschweig, und die Stadt versorgte nach Aufforderung die Belagerungstruppen mit Proviant. Zudem ließen die Welfen Söldner anwerben. Die Dörfer Lengede, Klein Lafferde, Münstedt und Woltorf wurden im Zug der Fehde geplündert und gebrandschatzt, 1606 waren es Meerdorf und Oedelum.

Am 27.03.1608 verstarb der letzte holsteinische Amtmann, der zur Hildesheimer Ratsfamilie Brandis-Wildefüer gehörte, in Peine. Im gleichen Jahr erklärten sich Peiner Adlige zu Wolfenbüttler Untertanen auf einer Konferenz, die in Groß Lafferde von Wolfenbüttler und stiftischen Räten abgehalten wurde über die Hoheitsfrage, ob Peine zum Hochstift Hildesheim oder zum Herzogtum Braunschweig gehöre. Die Wolfenbüttler beanspruchten u.a. die geistliche Gerichtsbarkeit über die lutherischen Pfarrer in Peine.

1608 wurde auch eine Münzstätte in Peine errichtet, die einem Vertrag von 1428 widersprach, in dem der damals amtierende Bischof Magnus von Hildesheim sich verpflichtet hatte, daß er, solange er die Pfandsumme für die Hildesheiner Münze nicht erstattet habe, im Hochstift keine andere Münzstätte einrichten werde. In dieser Münzstätte wurden auch viele Münzen gefälscht oder minderwertig geprägt.

Hexenprozesse

    1609 wurde in Gadenstedt eine "Zauberische" inhaftiert und gefoltert. 1610 verstarb nach erfolgter Folter die der Hexerei verdächtige Anna Polmann im Gefängnis. Im darauf folgenden Jahr erlitt eine Frau aus Lafferde das gleiche Schicksal. 1624 henkte man in Peine noch eine "Hexe".

Versuche zur Gegenreformation

    Am 12.02. 1612 starb Bischof Ernst von Hildesheim in Arnsberg. Sein Nachfolger wurde Ferdinand, der Bruder Herzog Maximilians von Bayern und Neffe von Bischof Ernst. Er war schon am 02.01.1611 zum Koadjukator mit Recht der Bischofsnachfolge in Hildesheim vom Domkapitel gewählt worden. Sowohl Ferdinand als auch Maximilian stellten führende Kräfte der katholischen Liga dar.

    Bischof Ferdinand versuchte, in Hildesheim die Reformation rückgängig zu machen.

In Peine wurde in diesem Zusammenhang ein katholischer Friedhof auf Grundbesitz derer von Saldern eingerichtet. Bisher war er nicht näher zu lokalisieren, Zechel vermutet ihn nahe der Eulenburg [Zechel/Müller 1972:194]. Auch ließen sich katholische Handwerker auf dem Damm nieder nach des Bischofs Plan, die Dammgemeinde zu einer Art Gegenstadt zu Peine auszubauen. Der Plan wurde nicht weiter verwirklicht.

Der Tod von Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel 1613 sorgte für neue Unruhen. Sein Nachfolger wurde Friedrich Ulrich, dem auch ein Teil des (Amt) Peiner Adels huldigte. Die braunschweigische Regierung ließ das Wappen des neuen Herzogs im heutigen Peiner Südkreis anschlagen, woraufhin die hildesheimische Regierung es beseitigen ließ. Der Vorgang wiederholte sich dreimal.

Aus dem Jahr 1613 stammt das älteste der erhaltenen Kämmereibücher. Das Rechnungsbuch überliefert vier Märkte, den Fasten-, Palm-, Pfingst- und Michaelismarkt. Außer in Kriegs- oder Notzeiten fanden diese Märkte jährlich statt.

Am 20.09.1614 verursachte ein depressiver Grobschmidt einen kleinen Stadtbrand, bei dem 35 Häuser vernichtet wurden, nachdem er sein eigenes Haus in Brand gesetzt hatte. Am 30.10. ließen die Brandgeschädigten an Herzog Christian von Braunschweig-Lüneburg mit der Bitte um Überlassung von Bauholz aus herzoglichen Waldungen und um Bettelerlaubnis im Herzogtum Lüneburg schreiben.

Am 29.04.1617 befahl Bischof Ferdinand von Hildesheim der Stiftsregierung, in allen Dörfern der Ämter Steuerwald und Peine die katholische Religion wieder einzuführen und ermahnte zum Bau von Kapellen sowie zur Errichtung von Schulen. Bei den Verhandlungen zwischen Domkapitel und Stiftsregierung erklärte das Domkapitel den Religionsrevers von 1600 für ungültig; Stiftsregierung und Domkapitel warnten zusätzlich vor strengen Maßnahmen im Amt Peine, da diese erneute Kämpfe mit den Herzögen von Braunschweig-Wolfenbüttel befürchten ließen. Bischof Ferdinand mußte sein Vorhaben aufschieben, bis sich 1628 im Dreißigjährigen Krieg die nächste Gelegenheit zur Rekatholisierung fand.

Peine im Dreißigjährigen Krieg

    Der Dreißigjährige Krieg begann "als Religionskampf und" endete "als europäische Machtauseinandersetzung." In ihm" entluden sich die Spannungen zwischen katholischen und protestantischen Staaten, Landständen und Fürsten, Reichsständen und Kaiser, Habsburg und Frankreich."[dtv-Atlas zur Weltgeschichte Bd. 1, München 1964, S. 253.] Zugleich leitete er das endgültige Ende des Mittelalters und den Übergang zur Frühen Neuzeit ein.

    Die hiesige Region war vom dreißgijährigen Krieg noch betroffen, weil 1620 Herzog Christian (der Tolle) der Jüngere von Braunschweig-Lüneburg, auch Bischof von Halberstadt, Bundesgenosse des böhmischen Königs ("Winterkönig)" wurde. Weitere Bundesgenossen waren Graf Ernst von Mansfeld und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach. Das katholische Hochstift Hildesheim kämpfte auf der Seite der kathloischen Liga.

1623 gelangten die Kämpfe in (heute) niedersächsisches Gebiet. In Peine lag wohl eine volständige hildesheimische Kompanie. Man bereitete sich allmählich auf eventuelle Kampfhandlungen in der Region vor - die in der langen Friedenszeit auf den Wällen gewachsenen Weiden wurden entfernt. 1624 entschlammte man die Bewässerungsanlagen für den Stadtgraben. Die alten Korporalschaften mit vier Korporälen, eine Selbstverteidigungsorganisation der Bürgerschaft, traten wieder in Funktion. Sie übernahmen den nächtlichen Wachtdienst am Wall und an den Stadttoren.

1625 wurde die Stadt zum ersten Mal direkt vom Krieg betroffen. Herzog Christian von Braunschweig-Lüneburg kehrte mit einem dänischen Heer in das heutige Niedersachsen zurück. Am 3. April beschlossen die niedersächsischen Fürsten die Aufstellung eines Bundesheeres und wählten König Christian IV. zum niedersächsischen Kreisobersten und Oberbefehlshaber. In Peine verstärkte man die Stadtbefestigung und legte größere Pulver- und Bleivorräte an. Am 19.10. zog erneut eine hildesheimische Kompanie mit 200 Mann in Peine ein und nahm die Stadt unter ihre militärische Gewalt, der Bürgermeister mußte die Schlüssel zu den Stadttoren übergeben. Auf dem Marktplatz wurden Wachhäuser und ein Galgen errichtet. Die Kriegskosten stiegen merklich an.

Im Sommer 1625 sorgten erste kleinere Kämpfe zwischen dem katholisch-ligistischen Heer Tillys und dem niedersächsisch-dänischen Heer König Christians IV. von Dänemark im stiftisch-hildesheimischen Gebiet für Angst in Peine. Also schickte man den Amtmann - vergeblich - mit vier Paar feinen Strümpfen und der Bitte, die Stadt zu verschonen zu Tilly (27.08., Generalaudienz).Tilly quartierte einen Teil seiner Truppen in Peine ein. Sie wurden in den Bürgerhaushalten untergebracht und mußten von ihren "Gastgebern" unterhalten werden. Auf den Befehl von zwei Reiterführern Tillys wurde ein Teil der Stadtbefestigung, ein Teil der Büsche und Bäume am Hagen, geschlagen, da sie eventuelle Deckung für Feinde bieten könnten.

Am 03. Januar 1626 verlegte das Stift Hildesheim weitere 300 Mann nach Peine. Man erweiterte den Stadtwall mit einer zusätzlichen Torfmauer und einem Torfgraben. Im gleichen Jahr brach die Pest aus.

Am 06.06.1626 starb Herzog Christian (der Tolle) der Jüngere von Braunschweig-Lüneburg in Wolfenbüttel. Am 3. August wurde Peine von dänischen Truppen besetzt. Am 17.08. belagerte Tilly Peine, am 19.08. zog er mit katholischen Verbänden in die Stadt ein. Bald darauf traf erneute Truppenverstärkung aus Hildesheim gegen den Willen des Peiner Stadtrates ein, die Stadt mußte die Verpflegung finanzieren. Nach der Schlacht bei Lutter am Barenberge zwischen dänischen und katholischen Truppen besetzte Tilly Norddeutschland und verlegte sein Hauptquartier bis zum nächsten Sommer (1627) nach Peine, sein Heer lagerte zunächst in Groß Lafferde. Die Anwesenheit Tillys bedeutete Schutz für die Stadt; zudem hatte er die Konfessionen in Peine, das eine protestantische Inklave im Hochstift bildete, belassen.

1628 veranlaßte ein kaiserliches Restitutionsedikt die Gegenreformation auch in Stadt und Amt Peine mit der Wahl für die Bürger, den katholischen Glauben anzunehmen oder nach drei Monaten das Stadtgebiet zu verlassen. Einsprüche, andere Protestformen und Hilfsgesuche an die Herzöge von Braunschweig und den Kurfürsten von Köln blieben erfolglos. Viele verließen Peine, nachdem sie ihre Immobilien hatten verkaufen müssen; ein Großteil der Glaubensflüchtlinge kehrte 1633 wieder zurück. Im November 1628 kam Friedrich von Spee, Dichter und Jesuit, nach Peine. Er hatte den Auftrag, die Gegenreformation durchzuführen und blieb bis zum mißlungenen Mordanschlag auf ihn am 29.04.1629.

1629 baute man auf der Neustadt vor dem Damm ein neues Tor, eventuell das spätere Dammtor. 1629 zogen dreimal militärische Verbände verschiedener Parteien durch Peine, im Oktober quartierte man auf dem Damm Soldaten ein.

1630 sorgte das Erscheinen König Gustav Adolfs von Schweden auf den Kriegsschauplätzen in Peine als Nebeneffekt für eine kurze besatzungsfreie Zeit.

Am 3.1./13.1.1631 baten politische Institutionen der Stadt Peine und andere Einwohner Kurfürst Bischof Ferdinand um einen weiteren freien Jahrmarkt montags vor der Adventszeit, u.a. mit der Begründung der nötigen Wirtschaftsförderung.

Nach der Schlacht bei Breitenfeld (bei Leipzig) vom 17.09.1631, als schwedische Truppen über Tillys Heer siegten, fanden in Peine, neben anderen Orten in Niedersachsen, drei erneute Einquartierungen statt, u.a. von katholischen Truppen.

1632 wechselten sich schwedische und katholische Truppenverbände in Peine ab, im Oktober wurde ein Teil der schwedischen Besatzung gefangen genommen. Am 02.08. schrieben Bürgermeister und Rat der Stadt Peine an Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig und baten ihn um Hilfe und erkannten ihn damit als ihren Landesherrn an.

Am 28. Juni 1633 unterlag das kaiserliche Heer bei Hessisch-Oldendorf Herzog Georg von Calenberg, woraufhin das Kleine Stift von kaiserlichen Truppen befreit wurde. Am 23.07. zogen herzoglich-braunschweigische Verbände unter Generalmajor Tilo Albrecht von Uslar über Steinbrück nach Peine, das sie vom 24.07. an belagerten. Dabei kam es auch zu einem Stadtbrand, der bald gelöscht war. Ein herzoglicher Unterhändler wurde in die Stadt geschickt mit der Drohung, die Befestigung werde geschleift. In der Stadt bildeten sich zwei Gruppen - die heimlichen Protestanten waren für die Verteidigung, die Katholiken für die Übergabe der Stadt. Am 26.07. erhielten die Belagerer Verstärkung aus Goslar und Hildesheim - die Beschießung der Stadt wurde verstärkt und Stadt und Burg preisgegeben. Am 28.07. 1633 wurde die Stadt Peine von Wolfenbütteler Truppen erobert und am 03.08., einem Samstag, die Burg Peine an Herzog Friedrich Ulrich übergeben. Der vom Herzog angeordnete Dankgottesdienst fand unter seiner Teilnahme am 04.08. statt.

Die mit der Einnahme übliche Plünderung wurde durch Zahlung einer Geldsumme an Generalmajor von Uslar teilweise verhindert. Kirchenglocken, Braupfannen u. ä. blieben erhalten. Vom 06.08. bis etwa 16.08. ließ der Herzog die Befestigungsanlagen schleifen; am 14.08. zogen Wolfenbütteler Besatzungstruppen in Peine ein. Nochmals 14 Tage später schrieb der Rat der Stadt Peine - ohne Erfolg - an Herzog Friedrich Ulrichs Kriegskommission mit der Bitte um Erlassung der Kontribution, da die Stadt nach acht Plünderungen bankrott sei. Eine zweite Bittschrift blieb ebenfalls erfolglos. Aufgrund der schlechten Finanzlage konnte eine Proviantforderung des Herzogs nur unzureichend ausgeführt werden. Ab 10. November wurden erneut herzogliche Soldaten einquartiert.

Mit der Eroberung durch protestantisches Militär war die Stadt Peine wieder evangelisch. Der vormals abesetzte Prediger von St. Jacobi, Caspar Bauermeister, wurde wieder in sein Amt eingesetzt und die Glaubensflüchtlinge konnten zurückkehren.

Im März 1634 wurden wieder zwei erfolglose Schreiben an Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig geschrieben mit der Bitte um Erlassung der Wohngelder und Verpflegungskosten für die Einquartierten. Die finanzielle Belastung durch Truppenverstärkungen erhöhte sich tatsächlich. Im September kamen größere Durchzüge von Heerestruppen dazu. Bis Ende Juli 1635 blieben herzogliche Truppen in Peine.

    Am 11.08.1634 löste der Tod Herzog Friedrich Ulrichs die welfische Erbteilung aus.

    Herzog Georg von Calenberg eroberte am 22.08. Stadt und Stift Hildesheim. Am 06.09. schlug Kaiser Ferdinand II. bei Nördlingen den schwedischen General Bernhard von Weimar - am 30. Mai 1635 schloß Kursachsen einen Separatfrieden mit Kaiser Ferdinand II. Am 31. Juli schloß sich Herzog Georg von Calenberg diesem Vertrag an mit dem Ziel, das Gesamthaus Braunschweig-Lüneburg in bewaffneter Neutralität zu vereinigen und zusammenzuhalten.

Am 14. Mai 1636 trafen sich die welfischen Herzöge von Calenberg, Lüneburg und Wolfenbüttel in Peine zu einer Besprechung. Der daraus resultierende Rezeß enthielt den Beschluß, daß Herzog Georg von Calenberg Befehlshaber eines vereinigten, sechs Regimenter starken welfischen Truppenverbandes wurde. Damit entstand ein stehendes hannoversches Heer. Um die gleiche Zeit trafen für zwei Monate erneut welfische Besatzungstruppen in Peine ein. Jenes Regiment kehrte am 30.10. nach Peine zurück. Ende August (28.-31.08.) lagerte Herzog Georg von Calenberg mit 34 Kompanien drei Tage lang in und um Peine.

1637 war Peine wieder von welfischen Einquartierungen betroffen. Herzog August von Braunschweig ließ wegen neuer Kriegsgefahren provisorische Befestigungsanlagen errichten. Zudem wurden hohe Kontributionszahlungen von der bankrotten Stadt verlangt, die dafür Naturalien aufkaufen mußte.

1639 sagte sich Herzog Georg von Calenberg vom Vertrag mit dem Kaiser los und belegte Peine mit starken Truppenkontingenten. Deputierte der welfischen Herzöge tagten 1639 und 1640 mehrfach in Peine wegen erneuter Kriegsmaßnahmen. 1640 wurden braunschweigisch-lüneburgische Regimenter unter Herzog Georgs Leitung mit der schwedischen Armee vereinigt. Ende des Jahres 1640 kam es wieder zu Kampfhandlungen in nordwestdeutschem Gebiet.

Im Frühjahr 1641 starb Herzog Georg von Calenberg; sein Sohn Christian Ludwig trat seine Nachfolge an. Im Juli wurden kaiserliche Truppen bei Wolfenbüttel geschlagen, im selben Sommer die Stadt Peine von kaiserlichen Heeresverbänden erobert. Vom Winter bis Sommer 1642 waren hessische und Weimarer Soldaten in Peine einquartiert.

Mit dem Goslarer Akkord vom 25.07.1642 schlossen die Welfen und Kaiser Ferdinand III. Frieden; das Hochstift Hildesheim war nicht mehr welfisch. Am 03.10. gaben die Welfen Stadt und Amt Peine an das Hochstift zurück.

    Im Rezeß zwischen Bischof Ferdinand von Hildesheim und Kaiser Ferdinand III.) wurde u.a. der Abzug der kaiserlichen Truppen, die seit einem Jahr in Hildesheim lagerten, festgelegt. Der Abzug selbst erfolgte im Herbst. In einem anderen Rezeß vom 26.10.1643 mußte Bischof Ferdinand auf das Besatzungsrecht der Stadt Hildesheim verzichten.

    Im selben Jahr, 1643, wurde Louis XIV. im Alter von fünf Jahren König von Frankreich. 1661 übernahm er aktiv die Regierung.

    1644 begannen Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück - das Ende des Krieges rückte spürbar näher.

Am 23. Mai 1644 huldigten Stadt und Amt Peine dem Hildesheimer Bischof und der Stiftsregierung. Peine bekam nun eine hildesheimische Garnison.

Von 1645 bis 1648 hatten die Bürger weitere Einquartierungen zu finanzieren und zudem Naturalien für das bei Elze lagernde schwedische Heer abzugeben. 1647 verlegte der schwedische General Königsmark das Hauptquartier seiner Armee von Elze nach Peine. Danach verlegte General Wrangel als neuer schwedischer Oberbefehlshaber im Hochstift Hildesheim und den umliegenden welfischen Gebieten das Hauptquartier nach Hessisch-Oldendorf. Auch die Stadt Peine mußte dahin Naturalien liefern.

1648 zahlte die Stadt hohe Kontributionen, war aber nach den Kriegsjahren wie die Bürger bankrott. Am 27. Juli beschloß der Friede von Münster und Osnabrück das Ende des Dreißigjährigen Krieges.

Zechel vermutet [Zechel 1975:27] anhand der Kämmereibücher den Wiederaufbau der Stadt hauptsächlich bis 1653. 1651 sank die Höhe der zu zahlenden Kriegskontribution stark, und man begann mit dem allmählichen Abtrag der städtischen Kriegsschulden. 1660 betrugen sie nur noch ein Viertel der ursprünglichen Höhe.

    Am 13.09.1650 starb Bischof Ferdinand von Hildesheim in Arnsberg. Seine Nachfolge trat sein Koadjukator Maximilian Heinrich, Sohn des Herzogs Bayern, an. Er bestätigte den Konsistorialrezeß vom 12.03.1651, nach dem ein Geistliches Konsistorium für die evangelisch-lutherische Konfession eingerichtet werden sollte. Diese Kirchenbehörde sollte das Zusammenleben der protestantischen und der katholischen Konfession erleichtern. Das Hildesheimer Domkapitel wollte dem nicht zustimmen, da es meinte, der Rezeß sei nicht für den Bischofsnachfolger gültig.

Am 18. Januar 1652 wurde bekannt, daß Peine Durchreisestation auf der Reise des Bischofs nach Celle würde. Bei seinem Besuch am 03.03. bestätigte er der Stadt Peine ihre Privilegien (laut Zechel im Stadtarchiv). Auf der Rückreise hielt er sich ebenfalls in Peine auf (19.04.).

    Im gleichen Jahr bildeten die drei welfischen Herzogtümer mit Hessen-Kassel und Schweden die sog. Hildesheimer Allianz. 1654 schloß Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim ein Defensivbündnis mit dem Kurfürsten von Trier, dem Bischof von Münster und dem Pfalzgrafen von Neuburg. 1655 trat der Kurfürst von Mainz zum Defensivbündnis vom vorigen Jahr; er befürchtete einen deutsch-französischen Krieg, von dem die rheinischen Territorien hauptsächlich betroffen wären. 1658 bildete sich aus den Teilhabern des Defensivbündnisses und der Hildesheimer Allianz die Rheinische Allianz, die für Frankreich Partei ergriff.

Am 12. Dezember 1658 beschloß der Hildesheimer Landtag, Peine zur Landesfestung auszubauen. Am 26. Juli 1659 begann man mit dem Festungsbau: Erdarbeiten am Wall und am Stadtgraben. Die dabei beschäftigten auswärtigen Arbeiter und Handwerker förderten gleichzeitig die Peiner Wirtschaft. 1660 wurde ein annähernd quadratischer, von Wällen und Mauern umschlossenen Festungsbezirk von der Stiftsregierung errichtet und die Burg und das Amt Peine nach 1633 wieder in einen besseren Verteidigungszustand versetzt. Im Frühjahr waren die Rammarbeiten beendet, man legte den Grundstein und schüttete Erdreich auf. Dabei schüttete man den schon lange versumpften Schleusenteich (heute Schützenplatz und Stadtpark) zu. Im April 1661 beendete man mit Arbeiten an Wall und Stadtgraben die innere Festungsanlage. Auch die Tore waren wieder intakt, die Stadt ließ Wachhäuser und Zugbrücken erneuern. Im Oktober 1662 besichtigte Bischof Maximilian Heinrich zusammen mit der Hildesheimer Kriegskommission die neuen Peiner Befestigungsanlagen. 1663 baute man noch Pulverturm, Zeughaus und Stockhaus ( Landesgefängnis). 1672 erhielt das um 1557 erbaute Rathaus eine neue Turmuhr.

1656/7 wurde in Peine die katholische Schloßkirche, die sog. "Kapuzinerkirche" mit wenig Kapital gebaut. Man sieht sie rechts der Burg auf dem Plan von 1675. Im März 1669 wurde sie in sehr reparaturbedürftigem Zustand den Kapuzinern als Klosterkirche überlassen. Um 1687 drohte sie einzustürzen, weshalb eine Erneuerung der Fundamente für Seitenwände sowie der Neubau der Sakristei stattfanden. Im gleichen Jahr wurde der Bau der katholischen Schule nach ein bis zwei Jahren Bauzeit fertiggestellt.

Die Anwesenheit der Kapuziner wurde nicht gerade begrüßt. So verweigerte z.B. die Bevölkerung im August 1669 eine katholische Beerdigung auf dem evangelischen Friedhof (sie fand zwei Tage später erst statt. Am 3. Februar 1670 mußte zur nächsten katholischen Beerdigung auf dem evangelischen Friedhof die Kanzel zwangsweise geöffnet werden. Bei der im März anstehenden folgenden Bestattung war der Zugang frei). Erst 1678 wurde in Peine nach jahrzehntelanger Vakanz eine Fronleichnamsprozession durchgeführt, 1679 die zweite. Nach Protesten der Stadt verfügte die Stiftsregierung 1680 unter Androhung einer Geldstrafe, daß sie keinen solchen wegen der Prozessionen führen dürften. Im folgenden Jahr legten Protestanten verschiedener Städte erfolglos konfessionelle Beschwerden bei der Stiftsregierung ein. Daraufhin klagte man beim Reichskammergericht. Die Hildesheimer Stände zogen zudem die welfischen Fürsten hinzu. 1686 fand die erste öffentliche katholische Predigt auf dem Marktplatz bei der Fronleichnamsprozession statt.

    1667 erhob Louis XIV. unberechtigt Erbansprüche auf die spanischen Niederlande. Die Rheinische Allianz erlaubte ihm den Durchzug dorthin. Eine Tripelallianz aus England, Schweden und den Niederlanden, deren Ziel die Verhinderung des französischen Machtzuwachses war, vermittelte 1668 den Frieden von St. Germain und Aachen zwischen Frankreich und England.

    1672 schloß Frankreich mit dem Kurfürsten von Köln (= Bischof von Hildesheim) und dem Bischof von Münster ein Bündnis gegen die Niederlande wegen eines gemeinsamen Eroberungskrieges. Den kurz vor der Niederlage stehenden Niederlanden kamen Kaiser Leopold und der Kurfürst von Brandenburg zu Hilfe.

1671/72 wurde das Hildesheimer Stiftsgebiet einschließlich Peine in Verteidigungszustand versetzt. Im Mai 1672 zogen Kurkölnische Truppen in Peine ein. Im Oktober wurden in der Stadt Soldaten angeworben, es kam auch zu einem Durchzug Kurkölner Heeresverbände durch Peine. Im März 1673 kehrte der Kurfürst von Brandenburg mit Soldaten in Hildesheimer Gebiet zurück wegen mangelhafter Zusammenarbeit mit den verbündeten kaiserlichen Truppen. Das vorübergehende Quartier lag bei Hohenhameln und Hoheneggelsen. Im Mai mußte die Stadt Peine eine hohe Kontribution zahlen. Im Frühjahr zog ein Großteil der Truppen ab, nur kleinere Truppenteile und welfische Truppen verblieben im Stiftsgebiet.

    Im gleichen Jahr schlossen der Kurfürst von Brandenburg und Louis XIV. einen Separatfrieden. Am 13.11. wurde Bonn vom kaiserlichen Heer erobert und das Kurstift Köln militärisch besetzt. Kurfürst Maximilian Heinrich, Bischof von Hildesheim, flüchtete in das Pantaleonskloster nach Köln. Am 11. Mai 1674 schloß die Tripelallianz einen Vergleich zwischen dem Kaiser, den niederländischen Generalstaaten und dem Erzbischof von Köln.

Peine war 1675 wieder direkt vom Krieg betroffen, als kaiserliche Streitkräfte unter Oberst Mellinger in Peine Einlaß begehrten. Nach der Verweigerung blockierten sie fünf Tage lang die Stadt und plünderten sie anschließend. 1678 war der französisch-holländische Krieg beendet.

    Am 3. Juli 1688 starb Fürstbischof Maximilian Heinrich von Hildesheim. Seine Nachfolge blieb zunächst ungeklärt; am 09.07. folgte ihm Jobst Edmund, Freiherr von Brabeck auf den Bischofssitz. Er war im Gegensatz zu seinen Vorgängern und Nachfolgern aus dem Hause Wittelsbach nur Bischof von Hildesheim, nicht noch Kurfürst von Köln. Das Domstift bevorzugte, nicht automatisch in den habsburgisch-französischen Gegensatz einbezogen zu werden.

1689 marschierte Herzog Ernst August von Hildesheim in das Kleine Stift ein, um den Forderungen der Protestanten Nachdruck zu verleihen. Er besetzte das gesamte Stiftsgebiet, Peine im Januar.

1691 bestätigte Fürstbischof Jobst Edmund von Hildesheim der Stadt Peine ihre Privilegien. laut Zechel im Stadtarchiv 1693 baute man die Jacobikirche in der Breiten Straße. Das Kirchenschiff wurde 1893 wegen Baufälligkeit abgerissen.

1696 strengten Ritterschaft und Stände des Stifts Hildesheim einen Prozeß vor dem Reichskammergericht gegen die Stiftsregierung an. Bürgermeister und Rat der Stadt Peine unterschrieben eine Prozeßvollmacht. Am 13. April schrieben der Herzog von Bremen, König Karl von Schweden, und Herzog Georg-Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg an den Bischof von Hildesheim ein ähnlich lautendes Schreiben. Am 23. Mai schrieb der Kurfürst von Brandenburg ebenfalls an den Bischof von Hildesheim mit fast gleichem Inhalt. Für einen Eklat sorgte eine schriftliche Distanzierung der Stadt Peine von diesem Schreiben und von der zuvor erteilten Vollmacht. Daraufhin wurde ein Mittelsmann eingeschaltet, ein Notar aus Braunschweig mit Namen Conrad Purnitz, der - ohne Erfolg - am 22. September nach Peine schrieb.

1698 begannen die benachbarten Lüneburger mit der Anlage eines Landgrabens am Sundern. 1700 errichteten sie einen Schlagbaum an der Straße am Sundern, 1703 ein Tor- und Wachhaus. 1724 errichtete das Amt Peine dem gegenüber ein eigenes Tor- und Wachhaus, das schon eine Jahr später abgebrannt zu sein scheint.

 

Peine im 18. Jahrhundert

1700 wurde in Peine bekannt, daß kursächsische Truppen im Zuge des Nordischen Krieges nahten. Die welfischen Herzöge waren auf Seiten der Dänen beteiligt, weshalb im Juli im Amt Meinersen mobil gemacht wurde. Mitte Juli wurde der heutige Nordkreis geplündert und gebrandschatzt. Nach einem Tag vertrieben hannoversche und cellesche Truppen die kursächsischen. Der Nordische Krieg betraf die hiesige Region nicht weiter.

    1701 begann der Spanische Erbfolgekrieg, der bis 1714 andauerte. 1700 starb Karl II, der letzte spanische Habsburger, der durch die vielen habsburgischen Verwandtenehen infantil und verkrüppelt war. Die spanische Erbfolge sah eine österreichisch-habsburgische Nachfolge vor. Frankreich und Bayern, ebenfalls mit Habsburg verwandet, zeigten aus machtpolitischen Gründen ebenfalls großes Interesse. England, die Niederlande, Portugal, Brandenburg-Preußen sowie Hannover und Celle (Welfen) ergriffen mit dem Kaiser Partei gegen Frankreich - die Kurfürsten von Bayern und Köln und der Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (Welfe) für Frankreich.

    1702 starb Bischof Jobst Edmund von Hildesheim. Seine Nachfolge trat Josef Clemens von Wittelsbach an. Das Stift Hildesheim war damit parteiisch für Frankreich.

Am 20. März eroberten Lüneburger Truppen Peine; die Peiner sollten beim Lebensmittelnachschub nach Goslar mitwirken.

Am 28.04. hatte die Besatzung Peine verlassen.

    Bis zum Rezeß von 1711 dauerten diplomatische Auseinandersetzungen zwischen den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg und dem Domkapitel von Hildesheim an, auf Anklageschriften erfolgte am 2./3.11.1703 die Güterbeschlagnahme des Hochstifts Hildesheim durch Herzog Georg Ludwig von Hannover. Am 5. Juli 1705 intervenierte der Kaiser zugunsten des Bischofs von Hildesheim - die Welfen sollten den Güterarrest aufheben, was sie allerdings erst 1709 taten, als Herzog Georg Ludwig die Nachfolge in Hannover und Celle angetreten hatte. Am 29. April 1706 verhängte Kaiser Josef I. die Reichsacht über Bischof Josef Clemens von Hildesheim, Erzbischof von Köln, wegen seiner reichsfeindlichen Haltung im Spanischen Erbfolgekrieg. Während dieser Zeit mußte in Hildesheim eine Interimsregierung die Geschäftsführung übernehmen. Herzog Georg Ludwig von Hannover beabsichtigte die Säkularisierung Hildesheims - König Friedrich I. von Preußen und Kaiser Franz Josef I. wollten, falls das eintrat, dem Stift zu Hilfe kommen.

    1710 verfügte Kurfürst Georg Ludwig von Hannover; Herzog von Celle, einen erneuten Güterarrest ("Sequestration der Gefälle") des Stifts Hildesheim nach neuen Beschwerden von Ritterschaft und Ständen, nachdem erst 1709 der vorige Güterarrest aufgehoben worden war.

Bei den militärischen Aktionen der Welfen, die folgten, wurde Peine am 15. Februar 1711 besetzt. Der Hildesheimer Religionsrezeß vom 11.07.1711 legte die Rechte der protestantischen Stiftsbevölkerung neu fest. Für Peine waren dabei besonders die Paragraphen 8 und 12 wichtig, in welchen die Mitbenutzung der kultischen Einrichtungen der anderen Konfession verboten wurde. Prozessionen sollten nur noch in katholischen Orten oder in Orten mit katholischer Kirche, z.B. Peine, oder in katholischen Klostern zugelassen sein. Der Umfang der Prozession wurde auf den engeren Umkreis der Kirche oder des Klosters oder auf die zum Amtshof gehörende Amtsflur beschränkt. Dieser Rezeß wurde 1712 von Papst Klemens XI. für ungültig erklärt. Es folgten weitere Zwischenfälle, die die Ausübung der evangelischen Religion verhindern sollten.

    1714 war der Spanische Erbfolgekrieg beendet. Kurfürst Georg Ludwig von Hannover wurde König Georg I. von England. Kurhannover war damit in Personalunion mit England verbunden.

    1723 starb Fürstbischof Josef Klemens von Hildesheim. Seine Nachfolge trat sein Neffe Klemens August, ebenfalls Kurfürst von Köln, an.

1723 meldete Kurhannover Besitzrechte auf den lüneburgischen Landesteil an, am Barumer Moor, hier Eixer Moor genannt. Im Februar 1728 zwangen hannoversche Truppen die Eixer Bauern dort zum Holzfällen. Das Amt Peine ließ sich diese Gebietsanmaßung nicht gefallen und ließ das Holz in einer nächtlichen Aktion stehlen. Die Ausführenden wurden dabei erwischt und von jeder Partei einige gefangengenommen. In Peine wollte man den Eixer nicht sofort wieder aus der Haft entlassen, weshalb Ende April hannoversches Militär in den Haimwald einmarschierte, in dem viele Stiftsbewohner ihre Anrechte auf Holzschlag hatten. Es wurde viel Holz geschlagen; das Stift konnte dagegen nur protestieren.

1725 kam es zu einer anderen Grenzverletzung von Seiten der Hannoveraner, als sie am 12. Dezember das Vorwerk Telgte beschädigten.

1730 wurde die noch erhaltene Schulordnung des Peiner Buchdruckers Bruns gedruckt. Die Schule befand sich in der Echternstraße hinter St. Jacobi. Am 30. April 1736 erließ Kurfürst Clemens August von Hildesheim eine neue Schulordnung für Katholiken im Stift. Die Schulpflicht bestand danach ab dem siebenten Lebensjahr, das Schuljahr ging von Michaelis bis Johannis.

    1740 gelangte Friedrich II. auf den preußischen Königsthron. Im selben Jahr begann der Erste Schlesische Krieg, der bis 1742 dauerte. Preußen siegte über Österreich bei Mollwitz; Preußens Verbündete Bayern, Sachsen und Frankreich eroberten Böhmen. Der Friede von Breslau 1742 bedeutete das Ende dieses Krieges: Österreich mußte den Großteil Schlesiens an Preußen abtreten.

    Auch der Österreichische Erbfolgekrieg begann 1740: Kaiser Karl VI. war gestorben, und seine Tochter Maria Theresia mit ihrem Mann, Herzog Franz Stephan von Lothringen, erhoben Thronansprüche. Maria Theresia beherrschte die habsburgischen Gebiete. Kurfürst Karl Albrecht von Bayern, der sich mit Frankreich, Sachsen und Preußen verbündet hatte, siegte und wurde 1742 als Karl VII. neuer Kaiser. Die österreichische Position in der europäischen Politik war damit geschwächt.

    Der zweite Schlesische Krieg wurde 1744 durch Friedrich II. von Preußen ausgelöst: Er marschierte in Böhmen ein und siegte bei Hohenfriedberg über Österreich. 1745 schlossen Preußen und Österreich den Frieden von Dresden, in dem Maria Theresia auf Schlesien verzichtete. Friedrich II. erkannte nachträglich Kaiser Franz I., Maria Theresias Ehemann, als Nachfolger des im selben Jahr verstorbenen Karl VII. an.

    Der dritte Schlesische Krieg, der sogenannte Siebenjährige Krieg, hing politisch mit der Hegemonialfrage in Nordamerika, zusammen. 1751 begab sich nach längerem Hin und Her Kurfürst Clemens August von Hildesheim in ein Abhängigkeitsverhältnis zu Frankreich. Von 1754/5 bis 1763 fand der britisch-französische Kolonialkrieg um die Vorherrschaft in Nordamerika, Indien und auf den Weltmeeren statt.

    Im Januar 1756 unterzeichneten Preußen und Großbritannien die Konvention von Westminster, in dem sie sich jeglichem Eindringen fremder Truppen in Deutschland widersetzten. Das Abkommen war gegen Rußland, das eventuell in Preußen einmarschieren konnte, und gegen Franreich gedacht. Der britische Premierminister William Pitt d.Ä. beabsichtigte, den militärisch versierten Friedrich II. für den europäischen Kriegsfall auf seiner Seite zu haben. Preußen drohte definitiv die politische Einkreisung, da sich Frankreich und Österreich seit wenigen Wochen gegen Preußen miteinander verbündet hatten. Im Mai 1756 traten mit dem Vertrag von Versailles Rußland, Sachsen, Schweden und das Reich ohne Hannover, Hessen-Kassel und Braunschweig bei. Sie planten für das kommende Jahr einen Angriff auf Preußen. Aus dieser sehr ungünstigen Konstellation heraus eröffnete der preußische König im August 1756 den Präventivkrieg. In Sachsen, Schlesien und Böhmen kam es sofort zu Kämpfen.

    Auf dem westlichen Kriegsschauplatz fanden die ersten Kampfhandlungen 1757 statt - Frankreich wandte sich mit den Verbündeten gegen Großbritannien (Hannover) und Preußen. Im März rückten französische Militärverbände zunächst in Richtung Niederrhein vor, um danach in Richtung Osten gegen die sog. "Observationsarmee" aus Hannover, Braunschweig, Gotha und Bückeburg unter dem Herzog von Cumberland (der Sohn König Georgs II. von England) zu marschieren. Am 26. Juli unterlag die Observationsarmee Frankreich in der Schlacht bei Hastenbeck (bei Hameln), und die Franzosen besetzten Hannover und das auf französischer Seite stehende Hochstift Hildesheim.

In Drispenstedt, Bavenstedt und Peine waren vom Stift Getreidemagazine angelegt worden, die im Juni und August in französischen Besitz übergingen. Peine wurde im August französisch besetzt, wobei Brunnen beschädigt, Häuser aufgebrochen und andere Schäden verursacht wurden. Die Stadt hatte zudem hohe Kontributionszahlungen sowie die Verpflegung der Belagerer und durchziehender Militärverbände zu tragen. Im September bezogen 12 französische Regimenter ein Lager nördlich der Stadt, das von Eixe über Stederdorf bis nach Essinghausen reichte.

Im Oktober betrug die Lebensmittelforderung 10000 Portionen; Ende Dezember war die Stadt derartig belegt, daß ein französischer Reiterverband aus 60 Mann und 120 Pferden nicht mehr beherbergt werden konnte. Gegen ein Geldgeschenk von 10 Talern in Gold zogen sie weiter. Der Mangel an Lebensmitteln zwang den General zur Einführung einer Brot- und Fleischtaxe sowie zur Einrichtung einer eigenen Feldbäckerei. Im Februar 1758 zogen die französischen Besatzungstruppen ab. Die Durchmärsche ließen nach, dennoch waren die Belastungen für Stadt und Einwohner weiterhin beträchtlich. Nach dem Abzug der Franzosen rückten - für Peine feindliche - Franzosen ein. Prinz Heinrich, Bruder Friedrichs des Großen, stellte der Stadt einen Schutzbrief aus. Dennoch mußten sechsmal Kontributionen und die Kopfsteuer gezahlt werden.

    1758/59 unterstützten die Briten unter Premierminister Pitt Preußen. Ferdinand von Braunschweig wehrte im britischen Dienst den französischen Angriff im Westen bei Krefeld 1758 und Minden 1759 ab. 1761 stellte Großbritannien nach dem Sturz Pitts und dem Erreichen der Ziele in Übersee die Unterstützung für Preußen ein.

1759 zahlte die Stadt ebenfalls Kontributionen an Preußen. Im Februar 1760 richtete die preußische Armee ein Werbebüro in Peine ein. Nach einem Beschluß vom 3. März mußte das Stift Hildesheim 2500 Soldaten an Hannover liefern. Im Mai besetzten hannoversche Truppen unter dem Vorwand des Durchmarsches Peine und zwangen die Peiner Miliz zum Heeresdienst. Das Zeughaus wurde ebenfalls ausgeräumt.

1761 eroberten die Franzosen Wolfenbüttel; das Stift und Braunschweig konnten gehalten werden. Im Winter quartierte die preußische Armee hessische Soldaten in 40 Peiner Häusern ein. Zwei weitere Kompanien lagen in und um Groß Lafferde und Groß Ilsede. In Schwicheldt, Vöhrum und Eixe lagerten braunschweigische Soldaten. Der Damm mußte ein Siebtel der Peiner Kriegsaufwendungen übernehmen. Die Einquartierungen waren im Mai 1762 beendet. Ende Januar ließ Herzog Ferdinand ein Patent zur Beruhigung der Bevölkerung von den Kanzeln verlesen. Ab Mai mußte das Stift täglich 500 Arbeiter nach Braunschweig zum Festungsbau abstellen. Das Kontingent wurde wöchentlich ausgewechselt, um immer ausgeruhte Arbeitskräfte zur Verfügung zu haben. Auch Einwohner von Peine arbeiteten mit an dem Bau. Im Herbst zogen 300 braunschweigische Karabinier in Peine ein. Dazu kamen weitere Rekrutenaushebungen: Die Stadt mußte 30, der Damm 5 Mann stellen. Der Damm mußte zudem 41 Arbeiter nach Braunschweig zum Festungsbau liefern. Da er dazu wegen mangelnder Einwohnerzahlen nicht in der Lage war, mußten sie gemietet werden.

    1762 verließ Rußland nach dem Tod der Zarin die Koalition; Peter III., ein Bewunderer Friedrichs von Preußen, wurde ermordet. Katharina II. stellte den Krieg ein. Frankreich und Schweden gaben auf, Österreich mußte Verhandlungen einleiten.

    Am 3. November kamen Vorverhandlungen zwischen Frankreich und Großbritannien zustande, am 15. November ein Waffenstillstand zwischen den Armeen, die daraufhin in ihre Winterquartiere geschickt wurden. Am 10.02.1763 schlossen Großbritannien und Frankreich den Frieden von Paris ab; Großbritannien siegte. Am 15.02. kam der Friede von Hubertusburg zwischen Preußen und Österreich zustande. Beide waren fast bankrott; territoriale Veränderungen gab es nicht. Die eigentliche Bedeutung lag in der Verschiebung des europäischen Gleichgewichts: Preußen war als fünfte Großmacht hinzu gekommen. Rußlands Einfluß wuchs, während in Frankreich nach dem Mißerfolg innenpolitische Probleme auftraten. Etwa einhundert Jahre lang bestimmte der preußisch-österreichische Dualismus die deutsche Politik.

1763 gelangte Friedrich Wilhelm von Westfalen auf den Hildesheimer Bischofssitz. Er erließ eine neue Schulverordnung für katholische Schulen: am Wohnort begann die Schulpflicht im Alter von vier, an einem anderen Ort mit sechs Jahren. Das gesamte Stift Hildesheim war nach dem Siebenjährigen Krieg hoch verschuldet.

In Peine gründete 1764 Hauptmann Pfingsthorn von der Peiner Miliz eine Witwen- und Waisenverpflegungskasse. 1774 und in den folgenden Jahren machte der Fürstbischof von Hildesheim größere Aufwendungen für diese Kasse. 1771 wurde in der Peiner Garnison das Scharfschießen in den Ausbildungsplan aufgenommen. 1774 verbot man den Soldaten, ohne Konsens zu heiraten. Drei Jahre später erließ der Bischof ein Reglement für die Peiner Garnison, in dem es u.a. um militärische Disziplin ging. 1783 verbot man den Soldaten das Heiraten ganz; bei Nichteinhaltung war der Abschied zu nehmen. 1784 erklärte die Hildesheimer Regierung die Peiner Witwen- und Waisenkasse offiziell zu einer ihrer Institutionen. 1788 wurde eine neue Schulverordnung erlassen, nach der bis zum vollendeten 14. Lebensjahr Schulpflicht bestand. Der Fürstbischof verfügte zudem, daß der Aufwand an den Peiner Fronleichnamsprozessionen eingeschränkt werden sollte. Nach dieser Verordnung nahm 1791 die hohe Hildesheimer Geistlichkeit nicht mehr an der Prozession teil. 1789 starb Bischof Friedrich Wilhelm von Hildesheim; sein Nachfolger und letzter Fürstbischof von Hildesheim wurde Franz Egon Freiherr Fürstenberg. Er starb 1825.

In den Jahren um 1770/80 muß es wenigstens einem Teil der Peiner Bürger finanziell gut gegangen sein, da 1779 eine Kleiderordnung für lasttragende Untertanen erlassen wurde. Sie sollte den Luxus beschränken. Den Großteil der städtischen Bevölkerung bildeten ärmere Handwerker und Krämer. Von 1785 ist ein Gildenverzeichnis der Stadt Peine erhalten. 1793 erstellte Heinrich Friedrich Deichmann eine Generalgrenzkarte von Peine

    1786 starb Friedrich II., König von Preußen. Ihm folgte Friedrich Wilhelm II. auf dem Thron.

    1789 begann die Französische Revolution. 1792 bildeten Preußen und Österreich eine Koalition gegen Frankreich.

Im Zuge der Revolutionskriege unter Napoleon zogen 1792 und 1793 preußische Truppen durch Peine.

Im August 1802 wurde das Stiftsgebiet preußisch besetzt, gleichzeitig säkularisiert (Auflösung der geistlichen Fürstentümer) und fiel mit dem Reichsdeputationshauptschluß vom 25.02.1803 an Preußen.

 

Literaturverzeichnis

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