{"id":1324,"date":"2026-05-17T15:17:09","date_gmt":"2026-05-17T15:17:09","guid":{"rendered":"https:\/\/kreisheimatbund.de\/?page_id=1324"},"modified":"2026-05-17T15:33:21","modified_gmt":"2026-05-17T15:33:21","slug":"elementor-seite-1324","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kreisheimatbund.de\/?page_id=1324","title":{"rendered":"Anton van Norden"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"1324\" class=\"elementor elementor-1324\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-0f547ac elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"0f547ac\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-e2ce8d7\" data-id=\"e2ce8d7\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e857a31 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"e857a31\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\"><strong>Anton van Norden (1879-1955)<\/strong><\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f2fc323 elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"f2fc323\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<figure class=\"wp-caption\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"790\" height=\"264\" src=\"https:\/\/kreisheimatbund.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild1.png\" class=\"attachment-large size-large wp-image-1326\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/kreisheimatbund.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild1.png 945w, https:\/\/kreisheimatbund.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild1-300x100.png 300w, https:\/\/kreisheimatbund.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild1-768x257.png 768w, https:\/\/kreisheimatbund.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild1-179x60.png 179w\" sizes=\"(max-width: 790px) 100vw, 790px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<figcaption class=\"widget-image-caption wp-caption-text\">Der Architekt Anton van Norden hat \u00fcber eine Zeit von 45 Jahren Berufsjahren in Peine zahlreiche sichtbare Spuren hinterlassen, die durch ihre Qualit\u00e4t bis heute das Stadtbild pr\u00e4gen.<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-cb16755 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"cb16755\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>\u00a0<\/p><p>Geboren am 4. Juni 1879 in Loga bei Leer in Ostfriesland wuchs Anton van Norden nach dem Tode des Vaters, eines Kaufmannes, bei Pflegeltern in Bunde auf. \u00dcber die Mutter ist nichts bekannt.<\/p><p><strong>1883-1910<\/strong><\/p><p><strong>Ausbildung und erste Berufsphase \u00a0<\/strong><\/p><p>Als 14j\u00e4hriger begann f\u00fcr ihn eine zweij\u00e4hrige Lehrzeit als Zimmermann und Maurer in K\u00f6ln. Diese praktische Ausbildung war die Voraussetzung f\u00fcr das Studium an der <em>K\u00f6niglichen Baugewerkeschule<\/em> (eine dem heutigen Fachholschulstudium entsprechende Ausbildung)<em>, <\/em>die er bis 1898 besuchte. An das Studium schlossen sich mehrere k\u00fcrzere Anstellungen in Architekturb\u00fcros an, zuletzt als Bauleiter.<\/p><p>Nach diesen ersten praktischen Berufserfahrungen in der freien Wirtschaft wechselte er 21j\u00e4hrig als Hospitant wieder an eine Hochschule.<\/p><p>Er besuchte die <em>Gro\u00dfherzogliche Technische Hochschule<\/em> in Darmstadt und arbeitete studienbegleitend als Mitarbeiter u.a. von Prof. Karl Hofmann an verschiedenen Projekten.<\/p><p>Hervorzuheben ist seine T\u00e4tigkeit im B\u00fcro des zur Jahrhundertwende sehr bekannten Jugendstil-Architekten Joseph Maria Olbrich in Darmstadt. Welche Aufgabe er hier innehatte oder welche Bauten er begleitete ist nicht bekannt, jedoch ist in seinen sp\u00e4teren eigenen Entw\u00fcrfen der Einfluss Olbrichs und seiner reduzierten Formensprache unverkennbar.<\/p><p>Nach einj\u00e4hriger Milit\u00e4rdienstzeit arbeitete er 1904 als technischer B\u00fcroleiter in Gie\u00dfen bis ihn die Einberufung zu einer achtw\u00f6chigen milit\u00e4rischen \u00dcbung diese Anstellung kostete.<\/p><p>Im Anschluss daran war er kurzzeitig f\u00fcr die Hochbauabteilung der K\u00f6lner Eisenbahndirektion t\u00e4tig bevor er ab Februar 1906 in das Hochbauamt der Stadt Mainz wechselte.<\/p><p>In dieser Zeit erfolgte vermutlich auch seine Heirat mit der Pastorentochter Elfriede (?) Sperling (geb. 1881) aus dem Raum Frankfurt\/Oder. Aus dieser Ehe ging der Sohn Paul Gerhard hervor.<\/p><p>Trotz der ungek\u00fcndigten Anstellung in Mainz bewarb er sich 1909 auf eine Stellenausschreibung der Stadt Peine f\u00fcr die Errichtung der H\u00f6heren M\u00e4dchenschule (Lyceum). Am 2. M\u00e4rz 1909 trat er seinen Dienst als Stadtbaumeister in Peine f\u00fcr 250 Mark monatlich an. In dieser Zeit entwarf er auch den Musikpavillon im Stadtpark, der in seiner massiven Ausf\u00fchrung den gusseisernen Vorg\u00e4ngerbau ersetzte.<\/p><p>Als sein Vorgesetzter, Stadtbaurat Dr. G\u00f6bel, 1910 Peine verlie\u00df, \u00fcbernahm er gegen eine Sonderzahlung von 100 Mark vertretungsweise dessen Aufgaben.<\/p><p>Offenbar hielt er seine berufliche Stellung als kommissarischer Stadtbaurat f\u00fcr nicht erf\u00fcllend oder ausreichend sicher, sodass er im April 1910, gest\u00e4rkt durch eine Reihe von Anfragen privater Bauherren, dem Magistrat mitteilte, er habe sich entschlossen <em>\u201ef\u00fcr die Zukunft eine sichere Existenz zu gr\u00fcnden und sich in hiesiger Stadt als Privat-Architekt niederzulassen.<\/em>\u201c Man einigte sich auf eine \u00dcbergangszeit von sechs Monaten in der er halbtags \u2013 bei einer Gehaltsk\u00fcrzung um 50 Mark &#8211; an der Fertigstellung des Lyceums weiterarbeitete. Ende Oktober 1910 endete dann sein Dienstverh\u00e4ltnis bei der Stadt Peine.<\/p><p>Es stellt sich die Frage, ob die Motivation f\u00fcr sein Entgegenkommen dem Magistrat gegen\u00fcber dem Wunsch nach einem m\u00f6glichst ungetr\u00fcbten k\u00fcnftigen Verh\u00e4ltnis zur Genehmigungsbeh\u00f6rde entstammt oder eher einen \u201eweichen\u201c \u00dcbergang in die berufliche Selbst\u00e4ndigkeit erm\u00f6glichen sollte.<\/p><p><strong>\u00a0<\/strong><\/p><p><strong>1910-1945<\/strong><\/p><p><strong>Zweite Berufsphase <\/strong>\u00a0<\/p><p>Die Zeit bis zum zweiten Weltkrieg stellt die erfolgreichste Phase beruflicher T\u00e4tigkeit van Nordens dar. Bereits kurz nach Gr\u00fcndung des B\u00fcros, damals noch in der Hohenzollernstr. 15 (heute Kantstr.) ans\u00e4ssig, erhielt er eine Reihe von gr\u00f6\u00dferen Auftr\u00e4gen, z. B. 1911 das Gemeindehaus der Lutherkirchengemeinde.<\/p><p>Die gute Entwicklung des B\u00fcros versetzte ihn in die Lage, schon 1914 an der Senator-Voges-Stra\u00dfe eine Villa mit B\u00fcro f\u00fcr sich selbst zu errichten.<\/p><p>Offenbar bestand in der vermutlich Architekten-losen und zur damaligen Zeit weniger als 20.000 Einwohner z\u00e4hlenden Kleinstadt ein gro\u00dfer Bedarf. Anders l\u00e4sst sich der gro\u00dfe Erfolg zumindest der der Anfangszeit nicht erkl\u00e4ren. Zumindest zeitweise muss er sogar eine \u201eFiliale\u201c seines \u201eB\u00fcros f\u00fcr Architektur und Kunstgewerbe\u201c in Bad Hersfeld unterhalten haben, wie Schriftst\u00fccke f\u00fcr das Jahr 1912 belegen.<\/p><p>Viele der zu dieser Zeit errichteten Bauten stellen auch heute noch markante Fixpunkte im Stadtbild dar. So errichtete er 1913 an der Breiten Stra\u00dfe, in direkter Nachbarschaft der Jakobikirche, f\u00fcr den j\u00fcdischen Kaufmann Louis Fels ein Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus. Es folgten eine Reihe von Wohn- und Gesch\u00e4ftsh\u00e4usern in Peine und Umgebung. Das gr\u00f6\u00dfte Projekt aber stellen die von 1927 bis 1935 errichteten Geb\u00e4ude der H\u00e4rke-Brauerei dar, deren Hausarchitekt van Norden war.<\/p><p>In der beruflich schwierigen Nachkriegszeit verstarb 1920 erst 38j\u00e4hrig seine Ehefrau. Der Sohn Paul Gerhard wird ca. 14 Jahre alt gewesen sein. 1921 heiratete er die Peiner Kaufmannstochter Elisabeth Tecklenburg (1891-1967). Der Vater betrieb ein Kolonialwarengesch\u00e4ft im heutigen Haus Farben-Hansen, das 1923 von van Norden mit einer hohen leicht gew\u00f6lbten Backsteinfassade versehen wurde. Aus der Ehe Elisabeth gingen keine Kinder hervor.<\/p><p>Ausdruck seiner stark nationalen politischen \u00dcberzeugung stellt die Mitarbeit an der Errichtung des Schlageter-Denkmals auf dem Luhberg dar. Van Norden war Mitglied des antikommunistischen und antisemitischen Jungdeutschen Ordens, des st\u00e4rksten nationalen Verbandes der Weimarer Republik, und hatte den architektonischen Entwurf f\u00fcr den 1926 eingeweihten Feldstein-Obelisken geliefert.<\/p><p><strong>1945-1955<\/strong><\/p><p><strong>Dritte Berufsphase <\/strong>\u00a0<\/p><p>Ein Jahr nach Ende des zweiten Weltkrieges trat 1946 Norbert Stiller als B\u00fcrochef in das B\u00fcro van Norden ein. Dieser pr\u00e4gte wesentlich die Architektur der letzten Schaffensperiode. So \u00fcberarbeitete er beispielsweise den bereits aus dem Jahre 1911 stammenden Entwurf der Lutherkirche indem er ihn in eine zeitgem\u00e4\u00dfe Form brachte. Das auff\u00e4llige Gestaltungselement des freistehenden Turms (Campanile) behielt er jedoch bei.<\/p><p>In den 50er Jahren arbeite van Norden an verschiedenen Projekten mit seinem Sohn Paul Gerhard zusammen. So zum Beispiel der Kreisberufsschule (auf Einhaltung der bereits 1938 erhaltene Zusage hatte er bestanden) und den Direktorenh\u00e4usern am Hubenweg. Leider kam es zwischen Vater und Sohn zu einem schweren Zerw\u00fcrfnis in dessen Folge der vielfach in Wettbewerben ausgezeichnete Paul Gerhard das B\u00fcro und auch Peine verlie\u00df. Er ist 1979 in Leipzig verstorben. Ein Enkel lebt heute in Heidelberg.<\/p><p>Die letzten Jahre seines Lebens war van Norden bereits schwer krank und in seiner k\u00f6rperlichen Leistungsf\u00e4higkeit eingeschr\u00e4nkt.<\/p><p>Er starb am 16.Juli 1955 im Alter von 78 Jahren. Seine Grabst\u00e4tte liegt auf dem evangelischen Friedhof an der Gunzelinstra\u00dfe und wird von der Friedhofsverwaltung gepflegt.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-c2b15c0 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"c2b15c0\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-fa3ed52\" data-id=\"fa3ed52\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-7dd8f0d elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"7dd8f0d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"607\" height=\"341\" src=\"https:\/\/kreisheimatbund.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild2.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-image-1327\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/kreisheimatbund.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild2.jpg 607w, https:\/\/kreisheimatbund.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild2-300x169.jpg 300w, https:\/\/kreisheimatbund.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild2-107x60.jpg 107w\" sizes=\"(max-width: 607px) 100vw, 607px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anton van Norden (1879-1955) Der Architekt Anton van Norden hat \u00fcber eine Zeit von 45 Jahren Berufsjahren in Peine zahlreiche sichtbare Spuren hinterlassen, die durch ihre Qualit\u00e4t bis heute das Stadtbild pr\u00e4gen. \u00a0 Geboren am 4. 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